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Zuletzt noch, und furchtbarer als alles Andere, vernichtetdie Verachtung der Religion das häusliche Glück. Mit frommenGefühlen in der Brust kann kein Sterblicher ganz elend wer-den ; er wird nur Liebe geben, nur Liebe fordern; er wird dieFehler Anderer mildern, manche Schwäche mit Sanftmuth er-tragen lernen und das Schwerste überwinden. Forschet nach,und wo der Friede in einem Hause fehlt, da wird die Religionmangeln, und die beseligende Lehre Jesu verdrängt sein durchelende Leidenschaften, die deren Stelle einnehmen. Wo ihr einzartes Pflichtgefühl suchet, werdet ihr nur kalt berechnendeKlugheit, gegenseitigen Eigennutz unter den Hausgenossen finden;statt des Vertrauens auf die göttliche Vorsehung werdet ihrTrostlosigkeit bei Unglücksfällen sehen; statt der Liebe zu demAllerheiligsten werdet ihr an den Kindern Liebe zu eitler Pracht,Eigendünkel und Keckheit, die selbst der Aeltern spottet, erblicken;nirgends feste, fromme Grundsätze und zur Gewohnheit gewor-denen Christenstnn.
Willst du in deinem Hause Frieden bewahren, oder die ver-lorne Ruhe vielleicht wieder dahin zurückführen, dein Erstessei: die Gefühle der Religion in der Brust deiner An-gehörigen wieder zu erwecken; zufällige Unterhaltungenüber das Dasein der Seele nach dem Tode, die Hoffnungen vonunfern Schicksalen jenseits des Grabes» und hundert anderekleine Gelegenheiten bahnen dir dazu den Weg. Ist es dir ein-mal gelungen, lebendigen Sinn für Gottesverehrung und häus-liche Andacht in den Kreis deiner Hausgenossen zu bringen, o soist der Grundstein zum Friedenstempel gelegt.
Sei du nun selbst der Erste, dessen Wandel einBeispiel der klebrigen wird. Leuchte du selbst nun mitimmerwährender Gleichmüthigkeit und freundlichem Wesen denHausgenossen vor; gib Allen deine Liebe, und fordere, stattkalter Pflicht, ihre Liebe zurück. Schone du zuerst ihre Schwach-heiten; muntere ihre Tugenden auf, verbanne deine Launen,und werde Allen Alles. Co ist die Religion Jesu in dein Hauseingefuhrt, selbst wenn du ihren Namen nicht nanntest; denndiese Religion ist die Liebe. (1. Joh. 16.) Und wo sie die Herr