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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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k.

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Wo können wir wohl nach allen Mühseligkeiten und Sorgenfreudiger ausruhen, als im Schoose der Unserigen? WelcheHand trocknet uns sanfter die Thränen von den Wangen undden Todesschweiß von der Stirn, als die Hand der ehelichenLiebe?

Sei mir gegrüßt, glückselige Hausgenossenschaft, in welcherdie für einander geschaffenen Herzen friedlich und liebend bei-sammen wohnen: ich will dein beneidenswürdiges Loos rühmen!Wenn das Kriegselend weit umher die Freude verbannt: sie hatbei dir eine Zuflucht. Wenn draußen der Sturm wüthet; indeiner Mitte lächelt die Ruhe.

Der arbeitsame Hausvater tritt sorgend in das Gedränge desLebens hinaus; sein Fleiß muß Wohlstand in das Haus bringen.Und wenn der mühevolle Tag überstanden ist, dann kehrt er inden frohen Kreis derer zurück, die ihn mit Sehnsucht erwarten,ihm mit zärtlichen Blicken danken. Mag ihn die ganze Welt ver-kennen, er wird von den Seinigen nicht verkannt.

Und was er draußen gewann und erwarb, das erhält dieSparsamkeit der treuen Gattin. Sie beachtet das Größte undKleinste, und findet in ihrem Kreise nichts zu gering. Sie pflegtdaheim sorgsam die zarte Blume des häuslichen Glücks. Siewacht über Alle, die ihr angehören, mit freundlicher Theil-nahme, und Jedem gehört sie ganz an, Jedem in anderer Art.Sie schmückt das Leben Aller mit einer täglichen Freude aus.

In blühender Unschuld prangen die Kinder. Der engeRaum des väterlichen Hauses begrenzt die ganze Seligkeit ihrerJugend. Ihr Bestes ist froher Gehorsam. Mit liebender Ehr-furcht hängen sie an den guten Aeltern.

Selbst die Dienstboten gehören zu dem Kreise dieser Glück-lichen. Sie sorgen mit treuer Anhänglichkeit für das Haus, dasso aufmerksam für sie sorgt. Sie haben keine Herrschaft, nurneue Aeltern. Jeder Zufall, der die Familie erfreut, beglücktauch sie.

Die wechselseitige Liebe verbreitet einen wunderbaren Reizüber die alltäglichsten Dinge, und gibt auch den Unwichtigsteneinen höhern Werth und Bedeutung. Wer da leidet, den um-