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ihn; ich darf ihn Dir nicht nennen; —ach, es wäre mein höch-stes Glück.
Nein, nein! was habe ich gesprochen? Bin ich denn weiser,als die ewige Weisheit? Kann ich voraus wissen, was meinGlück sein würde, der ich'nicht einmal kenne, was in den näch-sten Tagen geschehen wird? Nein, nein, allweiser, liebenderVater, ich stammle Dir, wie ein unwissendes Kind, meine Wün-sche vor; Du aber wirst nur diejenigen endlich in Erfüllung gehenlassen, die mir wahrhaft nützlich sein können. In Deine treuenVaterhände gebe ich mich hin, und alle die Meinigen, Alle, diemeinem Herzen lieb und theuer sind. Wir gehören Dir; nurDu— Du bist unser Gott!
Wohlan denn, mein Herz, entferne die vergeblichen Sorgen,und alle eiteln Hoffnungen, und erwarte mit stillem Vertrauendie Gaben der freundlichen Vorsehung, welche über dich und dieDeinigen wacht.
Fürchte von der Zukuft nicht zu viel, und hoffevon ihr nicht zu viel! Beides kann dir gleich schädlich wer-den, und auf die Vorsätze, auf die Plane, die du Dir machst,allzugroßen und verderblichen Einfluß haben.
Hoffe nicht zu viel! Das eben führt den Menschen inunangenehme Lagen, daß er sich allzuvertrauensvoll seinen Er-wartungen überläßt; daß er gar nicht zweifelt, Dieses oder Jenes,was er wünscht, werde auch wirklich geschehen, weil vielleichteinige Wahrscheinlichkeit dazu vorhanden ist. Er richtet sein ganzesBetragen allzuvoreilig darnach ein; er »nacht darnach schon alleEntwürfe, und läßt sich, von seinen Hoffnungen geblendet, zuthörichten Unternehmungen verführen. Was das Herz wünscht,das hofft es; es erinnert sich nicht inehr, wie oft es schon in Er-wartungen betrogen wurde.
Hoffe nicht zu viel! Denn es wird dich verstimmenund deinen Muth allzusehr Niederschlagen, »venn es nicht erfülltwird. Du bereitest dir damit selbst nur bittere Augenblicke vor,die du hättest vermeiden können. Verfehlte Hoffnungen lassenimmer einen Schmerz zurück, der uns ungerecht gegen Mitbrüder,ungerecht gegen die Vorsehung machen kann. Und wen sollen