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der evangelischen Kirche beyzutrcten, aus der Denkartund Weise, welche man die pietisiische nennen mag,hervorgegangen ist, verdient darum eine besondereAufmerksamkeit, weil er zur Widerlegung des in derneuesten Zeit von einigen genähreten VorurtheileS benutztwerden kann, daß der Protestantismus eine kalteVerstandesreligion sty, der KatholiciSmuS dagegendem Religionsgefühle eine höhere Befriedigung ge-währe. Allerdings liegt im Protestantismusein rationalistisches, die Speculation begünstigendesPrincip; er will freye Forschung und gewahret dasRecht fceyer Prüfung, und führet zu einem seinerGründe sich bewußten Glauben, wie zu nüchterner undbesonnener Frömmigkeit. Auch ziehet er unstreitigdie meisten seiner Freunde, deren er in dieserZeit auch in der katholischen Kirche nicht wenigezählt, durch dieses Princip eben an sich. KeincSwe-ges aber schließt er die Andacht aus und entzieht ihrihre Gegenstände, sondern wird vielmehr dem tiefenund innigen Religionsgefühle dadurch förderlich, daßer eine Menge zerstreuender Aeußcrlichkeiten hinweg-nimmt. . Alles tiefe und innige Gefühl nämlich istnach innen gekehrt und zieht sich von den äußern Ge-genständen in sich selbst zurück; deßhalb sagt ihm eineinfacher, durch das Wort nur wirkender Gottes-dienst mehr zu, als ein mannichfaltiger und durch seineMannichfaltigkeit eben nach Außen hin lenkender undzerstreuender CultuS; woraus denn bcgreifflich wird,daß auch die Christen, welche die Andacht über densich selbst begreiffenden Glauben setzten, und vor allemdie Erregung frommer Gefühle suchten und bezweckten,die protestantische Anbetungöweise der katholischen vor-