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Die Rückkehr katholischer Christen im Großherzogthume Baden zum evangelischen Christenthume
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facher und herzlicher Sprachc sich auSdrückt Zuerstversichert er hier allen Bewohnern seines Gebietes,daß durch seine Neligionsänderung seine bisherige Ge- 'sinnung gegen sie nicht im Mindesten verändert werdensolle, sondern er vielmehr fortfahren werde, für jedenzugänglich zu seyn, und jedem, wie und wo er es vermöge,zu nützen. Sodann erklärt er, daß er den gethanen Schritt !nach reisiicher Ueberlegung und aus voller Ueberzeugnng ge-than habe, weil er cs für eine Verläugnung Christ! ^angesehen haben würde, wenn er sich durch Menschen-furcht oder andere zeitliche Gründe hätte wollen abhal-ten lasten, die erkannte Wahrheit freymüthig vor derWelt zu bekennen» Weislich aber unterläßt er es, dieseinen Entschluß bestimmenden Gründe darzulegen, weildieses ohne eine indireete Bestreitung des KarholicismuSnicht würde haben geschehen können, und er Niemanden inseinem Glauben stören wollte, welche Schonung um so Hverdienstlicher ist, da er klagen mußte:es haben

einige rohere Gemüther, wohl nur aus Unverstand und 'Leidenschaft, wegen des UebergangeS zur evangelischenKirche über mich, mein Haus und über viele, welchediesen Schritt mit mir gethan haben, lieblos sich geäu-ßert, und cS sind Dinge geschehen, welche mit einemChristen, der das Vorbild seines Herrn vor Augen hat,sich nicht vereinigen lassen." Indem er allen diesenseine Verzeihung zusichert, ermahnt er die Bürger seinesGebietes zur Eintracht und zum Frieden, und schließtmit dem Preise der Liebe, welche, weil sie das erste Ge-bot des Evangeliums sey, jeder Christ, welcher Kirche

*) Unter dem erwähnte» Titel ist diese Schrift zu Pforz-heim im April dieses Jahres erschiene».

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