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Johann Tauler's Nachfolgung des armen Lebens Christi
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Und namenlos und bildlos ist die Tiefe,

Und in der unermeßnen Gottheit legt der GeistAb alle Formen, alle Bilder.

O! diests hehre, bolde LichtDurchgingt des Menschen Geist so innig.

Daß er sich selbst durchaus erstirbt.

Wenn Gott du liebst.

Dann wird dir Wonne sonder Maaß und Ziel;Wenn Gott du liebst,

Dann findest du Ihn jeden Augenblick:

So ein unnennbar süß und selig WesenIst unser Gott!

»

III.

Vorn freien Versinken in Gott.

^)ott hat unsäglich mich getröstet!

Und wär' ich frei, wär' ledig ich von jedem Bande,Dann würde Er mich gänzlich umgestalten.

Mich neu beleben, wie Sein frommer Will' es ist.Wie unaussprechlich selig wäre ich.

Könnt' ich mit Christus immer wandernIn unverrückter Freiheit ewiglich!

Nicht stille stehen würd' ich Da,

Fortschreiten immer weiter müßte ich,

Eindringen in das i^nermeßne Meer der Gottheit.Beschwichtigt wären dann die Plagen alle.

Des Drängers Stimme hört' ich ferner nicht.

Wie selig wäre ich, o übersel'ges Wesen!