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Ihm ähnlich gemacht, so soll er denn nun auch seinen imnern Menschen durch stäke Betrachtung der Werke und desLeidens Christi zieren und bilden. Aeußere Uebung nachdem Vorbilde Cbristi und innere Betrachtung Seiner heili-gen Werke und Seines heiligen Leidens werden in der Seeleein Feuer der Liede entzünden, welches unverzüglich alleUngleichheit in der Wahrheit, alle Verunstaltung dersel-ben, alle falsche Beimischung verzehren, sie von den frem-den Schlacken reinigen und der Seele die Wahrheit inihrer ungetrübten Reinheit wird schauen lassen. Durchden Fall des ersten Menschen ist der Mensch durchaus zer-rüttet worden und in eine verderbliche Irre gerathen, dieSinne empörten sich gegen die Seelenkräfte, das Fleischwider den Geist, die Sinnlichkeit gegen die Vernunft, undwas augenblicklich dem Andern dienet, ist nicht Gehorsam,ist Widerwille und lästiger Zwang; dafür oder dagegen sindalle Beweise thöricht und überflüssig, die tägliche, leidige,eigene Erfahrung lehret uns am besten diese traurige Zer-rüttung. Nicht der Beweise bedürfen wir, wohl aber derHülfe in diesem unseligen Kampfe, und woher soll unsdie wahre Hülfe kommen, wenn nicht von Christus? werordnet das Regellose, wer gebietet dem Sturme, wer leh-ret und giebt Gehorsam und Ruhe in dieser Empörung,wer bringt den verirrten Menschen wieder in jenen seligen,friedevollen Stand, in welchem Adam war in seiner erstenUnschuld? der einzige Helfer und Mittler Christus! Erist die Quelle der neuen Umschaffung, der Auferstehungund des Lebens, wie Adam die Quelle des Todes unddes Verderbens war, und „wie sie in Adam Alle ster-ben, so kommen in Christo wieder Alle zum Leben." DerMensch soll gereiniget und geläutert werden, er sott durch-aus wiedergeboren werden in Christo und allein durch Ihn,Er kann es und Er will es, nur selbst die Hand soll derMensch Christo seinem Retter bieten, er soll sich, so vielan ihm ist, befähigen, sich empfänglich machen, daßChristus ihm helfen, ihn reinigen und retten könne, der
2 i. Cor. -8, 2 ,.