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Johann Tauler's Nachfolgung des armen Lebens Christi
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daß sie unmittelbar um thu und seine Vertrautesten sind:wende das auf dich und alle Menschen an; das Kleid JesuChristi ist der volle Schmuck aller Tugenden, die Waffensind sein armes, verschmähtes Leben und Leiden, das Erauf Erden duldete, und sie mit Ihm dulden und tragen;das Merkzeichen ist, mit Geduld alles leiden, was zukom-met und auf sie fällt, das zeichnet sie aus, daß sie Got-tes allerliebste Kinder sind, ja sie treffen und finden dasZiel, finden Christus; die aber diese volle Rüstung nichttragen und nicht bekleidet sind mit dem ganzen Kleide JesuChristi, dabei aber sich doch üben in frommen und gutenWerken, kommen wohl bei dein Ziele an. Ihn aber, das„Ziel Christus", treffen sie nicht, werden nicht Eins mitIhm.

Z. 64.

Zur weiteren Erläuterung des Gesagten muffen wirRücksicht nehmen auf zweierlei Werke, wodurch wir indiesem Leben zur Gleichförmigkeit mit Christus gelangenund Ihm , unserem einzigen Ziele, mehr oder weniger unsannähern können. Eines dieser Werke ist ein innerli-ches, das andere ein äusserlich es Werk.

Bei dem inneren Werke soll der Mensch dreierleiGegenstände berücksichtigen. Er soll nämlich erstensseine eigenen Fehler und Gebrechen betrachten. Zwei-tens auf den leidenden Jesus, unsern Herrn, seinenBlick richten. Drittens Christus nach Seiner Gottheitbetrachten. Der erste Hinblick auf seine Fehler und Ge-brechen wird den Menschen Kenntniß seiner selbst lehren;kennet er nun sein Elend und die Sünde in sich, dannseye er daran, sich davon zu entledigen und sie abzulegen;unterläßt er diese Einkehr in sich und prüfet sich nicht, sowird er auch nicht zur Kenntniß seiner selbst gelangen; man-gelt ihm diese Selbstkenntniß, dann wird er sich nie besserenund gereinigten Herzens werden. Darum kommen jene Leute,die da immer nur nach aussen beschäftiget sind, und gewis-sen dergleichen Uebungen nachhangen, niemals zur wahrenKenntniß ihrer selbst. In dieser Unwissenheit und Blind-