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Leben des Grafen Ludwig Friedrich Victor Hanns von Bülow, Königlich Preußischer Staats- und Handels-Minister
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und die dadurch nothwendig gewordene Gegenwir-kung der scharfsichtigen Thätigkeit des FürstenStaatseanzlerS nicht entgangen ist.

Nachdem Bülow so, wenn er auch nichtmit seinen Ansichten allein dastand, in der Mehr-heit eine Opposition fand, und damals selbst derStaatscanzler ihm nicht überall bcizupstichten ver-anlaßt war, gewannen seine Gegner besonders da-durch Haltung, daß sich der Staatsminister, Frei-herr von Humboldt, als Wortführer an ihreSpihe stellte, wie denn, wo es nicht geht, wiees gehen soll, der geistvolle Scharfsinn gern seineTalente im Widerstreite geltend macht. Indemder Finanzminister ein noch größeres Gewicht inder Schale der Staatsverwaltung fordern mußte,wenn er seinen Beruf durchzuführen im Standeseyn sollte, wollten seine Gegner, für sich hiervonAlles fürchtend, den Wirkungskreis des Finanz-ministeriums beschrankt wissen, wie es der Formnach gleichfalls die Autorität des Staatscanzler-amts erheischte. Diese Ansicht siegte, und nebendem, dem Titel nach fortbestehenden Finanzmini-sterium wurden das Schaßministerium und eineStaatscontrolle errichtet, deren Wirkungskreis zurFolge hat, daß, von diesem Zeitpuncte an, impreußischen Staate ein Finanzministerium vorhan-den ist, welches, dem Wesen nach, mit der Re-gulirung des Staatshaushaltes nichts zu schaffenhat, sondern in der Steuer- und Domainenver-

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