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Leben des Grafen Ludwig Friedrich Victor Hanns von Bülow, Königlich Preußischer Staats- und Handels-Minister
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Verhältnisse geschont werden dnrftcn. In denmündlichen Verhandlungen, wie in den schriftli-chen, wurde eine Leidenschaftlichkeit sichtbar, die,wenn sie ihre Quelle hat, in dem Eifer für dasGute, Niemanden zu verargen steht. Wie hef-tig Bülow auch hervortreten mochte, cs gilt soganz von ihm, was Tacitus, im zwei undzwanzigsten Capitel, vom Agricola sagt:<^uo5clam aeerbior in convicns narrakmtur, nti)oni8 Komis, iia aelv6r8N8 iiialo8 injucuncln8,eeierum ex iiaenndin nilül 8npei'erat: 8eere-

tuin et 5i1entinin eju8 non 1irnere8, Iion68tiu8^ntalbat oKenclere gnain 061886; welches zudeutsch ungefähr heißt:Einige meinten, er seybitter im Tadel, gegen Gute gar liebreich, umso unfreundlicher gegen Böse; übrigens blieb vomZorne nichts im Rückhalt; das Geheimgehaltene,das Verschwiegene hattest du nicht zu fürchten;er hielt es ehrenvoller, anzugreifen, denn zuhassen."

Den Prüfstein der Wahrheit und Gediegen-heit versteht die Zukunft besser zu gebrauchen, alsdie von Leidenschaften aufgeregte Gegenwart; sohaben auch die Erscheinungen der folgenden Jahredie vollkommene Richtigkeit der damals von B.verfochtenen Ansichten bewährt, indeß schon jehtsich viele, jenen entgegengestellte Behauptungender Untersuchungöcommission des preußischen Staats-haushaltes als irrig zeigen, wie solcher Erfolg