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Leben des Grafen Ludwig Friedrich Victor Hanns von Bülow, Königlich Preußischer Staats- und Handels-Minister
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nicht die rechtlich begründete Entscheidung, son-dern eine Nebenbestiminung der Ausführung, wo-durch denn freilich den Wechslern und Juden einunverdienter Gewinn zuwuchö.

Was die Geldoperationen und herbeigeschaff-ten Vorschüsse betrifft, vermittelst welcher der Grasvon Bülow den an ihn gerichteten Forderungenzu genügen suchte, so sind diese eben so im All-gemeinen der Gegenstand der von seinen Feindenausgehenden Mißbilligung geworden, wie manbemühet gewesen ist, seine einzelnen Handlungenzu verunglimpfen. Er kam so in die Mitte desKriegesstromes, des Kriegeöbedürsnisses und derSiegeöfreude hinein mit seiner Finanzverwaltung,daß damals an keine Basirung des zerrüttetenStaatshaushaltes zu denken war. Man betrach-tete den Finanzminisier als den Mann, dessenBeruf sey, Geld, Geld und immer Geld zu schaf-fen. Unter diesen Verhältnissen gereicht cs ihmzum Verdienste, dasjenige, was er von Staats-credit vorfand, nicht allein erhalten, sondern selbstgehoben zu haben, in einem Zeitpuucte, wo schonStimmen laut wurden, die da meinten: der mitder glücklichen Wendung des Krieges erlangte Na-tionalruhm sey wohl der schicklichste Zeitpunct,um durch einen Staatöbankerot den Finanzen mitEinem Schlage aufzuhelfen; eine Maßregel, dieder redlichen Denkart des edeln Königs und desgleichgesinnten Fürsten v. Hardenberg eben so