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die freie Konkurrenz des Talentes aufhob und übri-gens that, wie diejenigen zu thun pflegen, welche einGewerbe als ein Monopol betreiben. Man weiß ja,daß Monopolisten immer am besten, am förderlichstenund am wohlfeilsten ihre Arbeit liefern!
Wenn sich in einem so gestalteten Advokatenstandenoch immer Männer finden, welche durch ihre Persondem Stand Ehre geben, von welchem sie keine Ehrezurnckempfangen; so ist dieses bei weitem ein grösseresWunder, als daß so manche darunter gezählt werden,welche — nicht besser sind als wozu ihr Stand sie ma-chen konnte. Wer aber dadurch die Schädlichkeit undEntbehrlichkeit des Advokatenstandes überhaupt zu be-weisen glaubt, muß es zugleich für sehr vernünftighalten, wenn jemand erst selbst ein edles Meisterstückder Kunst verstümmelt, und dann zuletzt unwillig aus-ruft: ,,scht doch, welch eine schlechte Pfuscherarbeit!
Hinweg damit in die Plundcrkammer!"-Schon
vor beinahe drcissig Jahren sagte hierüber ein edlerDeutsche, eben so großer Geschäftsmann als geistreicherDenker, Justus Mösex(27): ,,Meiner Meinungnach sind die Gesetzgeber allein Schuld dar-an, wenn der Stand der Advokaten unterseiner Würde sinket. Dadurch daß sie denselbenvon den wichtigsten Bedienungen ausschließen, undihre Räthe durch die Auditorey (und in den Amtsstubendurch mechanischen Dienst zum Knechtsdienst) ziehen,
(27) In der höchst beherzigenswerthcn Abhandlung: Also istdie Anzahl der Advokaten nicht so schlechter-dings einzuschränken. (Patriotische Phanta-sien, Bd, Ut- pr, St. S. 20st.)