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Betrachtungen über die Oeffentlichkeit und Mündlichkeit der Gerechtigkeitspflege
Entstehung
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397
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haben sie denselben um alle Hoffnung, mit dieser umdie beste Aufmunterung, und nach einer natürlichenFolge auch um allen Eifer gebracht, sich als große undverdiente Männer zu zeigen. Sie haben demselbenblos den Weg des Gewinstes übergelassen, welcher im-mer gefährlicher wird, je weiter er ohne Begleitungder Ebre fortgeht. Sie haben dem Staate mit sol-chen Advokaten oft nur eine Last von schlechten Leutenzugezogen und sich in die Nothwendigkeit gesetzt, die-selben mit Strafbefchlen in Ordnung zu halten; unddennoch soll der Advokat ein großes Herz für Witt-wen und Waisen - einen edlen Muth gegen mächtigeUnterdrücker, und alle Eigenschaften eines geschickten,redlichen und feurigen Mannes haben; er soll unter einerempfindlichen Ausschließung von wichtigen Ehrenstellenauf nichts, als auf Ehre sehen; unter bitternVerweisen, die ihm ein junger Rath bei der geringstenGelegenheit giebt, Liebe zu seinen Geschäften, Eiferfür die Unschuld und Freiheit des Geistes behalten;er soll, von guten Gesellschaften ausgeschlossen, denTon des HofmaNns haben, sich kurz und groß fassenund Wahrheit mit Geschmack verbinden; das undviel mehreres soll er thun, und dennoch beständig aufdem Fuß eines gerichtlichen Tagelöhners oder Akten-krämers gehalten werden. Ich zweifle ob sich ein ähn-licher Fall angeben läßt, worin die Gesetzgeber so vielewidersprechende Forderungen vereinigt haben" ( 28 ).

Wer noch irgend zweifeln könnte, ob die Gebre-chen des AdvokatenstaNdes in dessen Wesen, oder in

( 28 ) Sehr treffende Erinnerungen würden über dasselbe Themain der Bairischen Ständeversammlung ausgesprochen.