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tcrhin geworden, zumal nachdem italienisch-gebildeteFürsprecher vor den deutschen Schrannen mit zu redenpflegten, und hier die Kunst übten, durch Redckniffcden Gegner zu überlisten und die Richter irre zu füh-ren: dieses ist leicht schon aus dem zu schließen, wasHermann von Oesvelde, ein Glossator desSachsenspiegels, von den mancherlei Zuugenkünsten derNechtsgelehrten seiner Zeit, und von den ,,Bremsenund Manlhölzern" lehrt, mit welchen allein ihr zün-gelnder Lngenmund geschickt zu bezwingen sey (3).
(Z) Ins Hochdeutsche übersetzt sagt derselbe: „Gott warnet unsvor falschen Propheten, daß wir von ihnen halten, damit sieuns mit ihren Reden nicht betrügen. Diesen falschen Pro-pheten sind falsche Rechtsgelehrte (Dinckluden, Dingleute)gleich, die mit falschen Worten, die ich kluge Worte nenne,zu betrügen pflegen. Daß man sich vor ihnen hüten könne,das wäre nöthig. lDie falschen Leute pflegen mit Worten zurechten (bedingen), die auf lateinisch heißen ->e-iuivoc» undWorte sind, die mehr als einen Sinn haben. Damit betrübgen sie die Leute. Wenn man ihnen in dem einen Sinn ant-wortet, so sagen sie: sie haben es anders gemeint, und neh-men dann einen andern Sinn an, und rechten anders. Nunwill ich dich lehren, wie du die falschen Leute in Rechtsstreitenbezwingen sollst, als man ein Pferd mit einer Bremse oderMaulholz bezwingt, daß sie in diesen äquivoken Worte» beieinem Sinne bleiben müssen. Wenn sie gegen dich rechten,so merke, ob in Worten keine Aequivokcn vorkommen, diedir schädlich seyn können; denn in den Rechtsstreiten mußman auf alle Worte merken. Wenn du dann antworten sollst,so sage ihnen alle ihre Worte nach, und für das Wort, dasmehr Bedeutungen hat, setze ein anderes Wort, worin der-selbe Sinn liegt , oder setze das Wort in einer bestimmtenBedeutung, die dem Rechtsstreite angemessen sey. Sprechealsdann so: habe ich euch recht vernommen? Sagen si«