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Betrachtungen über die Oeffentlichkeit und Mündlichkeit der Gerechtigkeitspflege
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stand geblendet, ihre Neigung bestochen, ihr Wille derbeliebigen Absicht einer mir Geist und Geschick vertrete-nen Parthei allznlcickt unterworfen werde.

Allerdings war bei den Alten die Redekunst, alsKunst der Beredsamkeit, nicht viel anderes, als dieGeschickkickkeit geistreich und angenehm zu betrügen (10),und, sofern sie in den Gerichten ausgeübt wurde, dieRichter, nach Gefallen, entweder für oder wider dieGerechtigkeit zu bestechen. Cicero rechnete es sichunbefangen zum Ruhme, daß er in der Sache desCluentius die Augen der Richter verfinstert habe(se tenebi'zs olCinlisse jiiclioibnsl (II) z NNd erhebt feineKunst unter anderem durch das bedenkliche Lob: lulul

t:u» ziateiis, tanigu«; inagiiilronin, c^usni juclionin reli-K i v H es, senseus gravit » tsin uuin» or-ntioiis cou-

ver-ei (12). Eben wegen dieser Gaben schalten schonmanche der Alten selbst die Beredsamkeit eine verdamm--liche Verführerin: gnas ^loeiiis eri^iat: soelostos ; eujus

(rancle clawiieiitui' inter'iin boiii (13). lind fast fedksBlatt in der Geschichte der Griechen und Römer giebt

( 10 ) Zu den Fertigkeiten eines brauchbaren Ocators gehörte üb-rigens, wenigstens zu Zeiten Quintilians auch »ochmanches andere, z. B. die Kunst, falsche Zeugen gehörigzuzurichten, damit sie nicht etwa durch ihre Aussagen sichverriethen; die Kunst, Zeugen welche sich unsrer Partheianbiethen, listig auszuforschen, um zu prüfen, ob sie nichtetwa vom Gegner bestochen seyen Osres subjecri) re-- e-7. Or. V. 7.

(11) Oninctr/ian. 7. Or. II. 17,

(12) äc Orslore I, 6-