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Betrachtungen über die Oeffentlichkeit und Mündlichkeit der Gerechtigkeitspflege
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bergen? Die Stimme, die hinter der Maske hervornoch so kräftig betheuert, mit noch so starken Gründenversichert: ich bin die Gerechtigkeit, nichts als dielautere Gerechtigkeit! diese Stimme ist doch auch viel-leicht uur nachgeahmt. Wer noch so hingebend jenenWorten traut, wird doch immer auf die Frage keinerecht befriedigende Antwort finden: diese Gerechtig-

keit warum verbirgt sie irgend etwas von sich,da sie doch die überaus herrliche Gerechtigkeit selbst,sie, nur sie allein, und keine andere ist?

Daher werden, in dem Maas in welchem die Ge-rechtigkeit ihr Thun verbirgt, Ehrfurcht und Vertrauenvon ihr weichen, wogegen alle die bösartigen Geister,welche eigentlich nur in das Gcfolg der Ungerechtigkeitund der willkührlichen Gewalt gehören , Furcht

und Verachtung, lauerndes Mißtrauen, schleichenderGroll auch ihren Sitz umlagern werden. Darumgewinnt wohl die Ungerechtigkeit, wenn es ihr gelingt,durch den äusser« Schein des offenen Rechts zu täu-schen; die Gerechtigkeit aber verliert immer, sobaldsie irgend etwas, wäre es auch nur zum Schein, von denAeusserlichkeiten des Unrechts borgt.

Stiege daher die Gerechtigkeit selbst leibhaft vomHimmel auf die Erde herab, um in eigner Person dasRichtcramt zu verwalten; so müste sie, um sich alsGerechtigkeit zu bekunden, öffentlich in vollem Tages-licht auf dem Nichterstuhle sitzen, und dürfte,fände sie auch nicht für gut, die Binde vor ihren eig-nen Augen zu lüpfen, wenigstens nicht gestatten, daßdenAngcn derRechtssuchenden, oder wer sonst vor ihr zuerscheinen Lust hätte, auf irgend eine Art gewehrt wür-de, sie in ihrem ganzen Thun und Handeln aufmerk-