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Ländern mußten sich Grunde genug vorfinden, um ander neuen öffentlichen Mündlichkcit, welche zugleichauf völlige Umwandlung alles Bestehenden Anspruchmacht, wenigstens vor der Hand Anstand zu nehmen.Keine Einrichtung unter dem Monde, die nicht mehroder weniger von der Gebrechlichkeit aller menschlichenDinge ihren guten Antheil empfangen hätte; daher esdie Weisheit selbst verbietet, ein erprobtes Gute, dasman schon besitzt , gegen ein erst zu erprobendes Besse-res allzuleicht aufzugeben.
Ueber dieses aber wird jede, wirkliche oder ver-meintliche Neuerung, selbst wenn sie nirgends dieVernunft oder den Verstand als Gegner auf ihremWege fände, doch immer mit der Unvernunft oderdem Unverstand feindlich zusammentreffen müssen. Gäbees anch gar nichts bei der Oeffentlichkcit der Rechts-pflege zu zweifeln oder zu bedenken; so mäste siegleichwohl im Voraus wenigstens auf den Widerstandder nicht unmächtigen Geister gefaßt seyn, die zwischenden Gemäuern jedes alten Gebäudes Hausen, in diesemihre Schätze und Besitzthümcr, ihre Vortheile und Bor-urtheile bewachen , und, rührt man an ihre Wohnung,erst ängstlich durcheinander flattern, dann in geschlosse-nen Reihen wider den Frevler stürmen. Alle deren gei-stige Gebrechlichkeit die Verborgenheit sucht; alle derenGemächlichkeit sich unter hergebrachten Formen pflegt;alle deren Seele nun einmal in dem Gewohnten soeingewachsen ist, daß wenn dieses zerbricht, gleichsamihre Seele mit in Stücken geht; alle muthwilligc undböse Schuldner, die ihre Schaam zwischen den Wändeneines geschlossenen Gcrichtssaales sicher verbergen; alle,welche engherzig den Besitz gewisser Rechte oder Vor-