Größe der seiner Masse gebührenden Fittige un-erreichbar wäre. Dieses hielt jedoch mich nichtab, meinen Wasserversuch fernerhin auf die Luftanzuwenden, wie ich schon in den Elem. d. Luft-schwimmdunst geth m hatte, und mich mit -Her-stellung von allerlei Fallschirmen zu beschäfti-gen, von denen ich nun in der Absicht ausging,dre große Aufgabe, „Menschenflug als möglicherwersen" nicht gleich von ihrer schwerem Sei-te, dem Auffluge, wie Viele vor mir gethanhaben, sondern von der leichtesten, dem Ab-undForrschweben, anzufaffen.
Da ich dieses Ab- und Fortschweben, —einAb-, Fort- und Ausschweben sogar— vom Vo-gel machen sah, der gerade in dieser Bewegungunserm Auge am leichtesten erkennbar ist; so kamich von Neuem auf dieses Lhier zurück, das nuneine Zeit lang meine Aufmerksamkeit ausschließ-lich fesselte, so oft ich neben den Berufsarbei-ten die Gedanken auf die Flugbewcgung richtenkonnte. Ich vergaß Jahre lang, ins Anschaundes herrlichen Naturwcrrs verloren, den Baukünstlichen Menschenwerks: wenigstens war mirdieftr weit hinaus in den Himergrund getreten.Denn jetzt nahm ich fürs Erste das Knochenge-bäude des Vogels vor, zerlegte, maß und be-trachtete es in mechanischer Hinsicht, betrachteteferner die an dem tüchtigen Hebelwcrk angestelltenKräfte, die Muskeln, für deren Darstellung ichmir eine eigne Bezeichnungsart, so wie eineeigne Sprache schuf, weil die sonst gebräuchli-che, von des Menschen Gliedern entlehnte wohlzur vergleichenden Anatomie brauchbar war, miraber nicht die zu meinem Zwecke erforderlicheKlarheit hatte. Als die Wirkung dieser Kräftegewürdigt war ging ich an den Federbesatz desFlugzeugs, zerlegte mit steigender Andacht auch