Druckschrift 
Fluglust und Fluges Beginnen : hierbei mein schon fliegendes Blatt und auf diesem in Kupferstich der Bauriß zu meinem Flugkahne nebst Abbildung von dessen Luftbahn
Entstehung
Seite
36
Einzelbild herunterladen
 

danke kam, daß, wenn der Lustball nicht Kugel also nicht Ball sondern nur Kugelabschnittwäre, und, die Rundung abwarrs, die Ebeneauswärts, diese aber gegen die Horizontalebenegeneigt, fortgclassen würde, er nicht mehr senk-recht steigen könnte, sondern, bei ganz ruhigerLust, nach derjenigen Seite zu emporgehn müß-te, nach welcher hin der höchste Punkt solchesschieftiegenden Kugelabschmns stände. Ich schloßalsbald, es müsse eine solche Bahn des in Luftsteigenden Körpers, wenn sie als richtig vor-ausgesetzt werden solle, sich schon vorläufig durcheinen im Wasser auf ähnliche Art steigendenKörper bewahren. Ich überzog daher flugs eineporzellanene Untertasse rundum luftdicht mitSchweinsblase: so hatte ich einen Kugelabschnitt,der leichter war als ein gleich großes StückWasser. Im Untertheile dieses Körpers, einwenig entfernt vom abwärts gekehrten Pole,hing ich einen Stein an. Also vorgerichtetwurde dieser Körper unter das Wasser hinabge-zogen, und ich sah alsbald, daß er, da fortge-laffen, nicht senkrecht sondern schief im Fluidumaufstieg. Die weitere Durchführung diesesGrundversuchs, so wie die von mir bereiteten,ihn bequemer und auffallender darstellenden Vor-richtungen, findet man in meinen Elementen derLustschwimmkunst. Aus gedachtem Grundver-suchc ergab sich eine Betrachtung des Schwim-mens der Fische, welches ich im zweiten Kapi-tel des gedachten Buches behandelte. Im Ein-gehn auf die Eigenschaftelt dieser Lhierart fandich dieselbe, rücksichtlich der Fortbewegung, inzwei Klassen getheilt, in solche, die sich nachWillkühr leichter oder schwerer machen könnenals Wasser, und solche, denen das hydrostati-sche Hcdmittel, die Schwimmblase, fehlt. Jene