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Die Bestimmung des Menschen
Entstehung
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ganzen Leben keine Anwendung findet, undfür das Höchste, was auf der Erde hervorge-bracht werden kann, völlig zwecklos, und über-flüssig ist. Der Mensch muß sonach einen überdieses Leben hmausllegenden Zweck haben. Sollaber das gegenwärtige Leben, welches ihmdennoch aufgelegt wird, und das nicht ledig-lich zur Entwickelung der Vernunft bestimmtscyn kann, indem ja die schon erwachte Ver-nunft uns gebietet, dasselbe zu erhalten, undLen höchsten Zweck desselben ans allen Kräftenzu befördern — soll dieses Leben nicht völligvergebens und unnütz seyn in der Reihe un-sers Daseyns, so muß es sich zu einem künf-tigen Leben wenigstens verhalten, wie Mittelzum Zwecke. Nun gicbt cs in diesem gegen-wärtigen Leben nichts, dessen letzte Folgennicht auf der Erde blieben, nichts, wodurch esmit einem künftigen Leben Zusammenhängenkönnte, außer dem guten Willen; welcher hin-wiederum in dieser Welt, zufolge des Grund-gesetzes derselben, an sich nichts fruchtet. Der