— 197 —
keit sich aufdringcnde, Bilder, warum haltenwir sie denn alle für mehr, und legen ihnenetwas unabhängig von aller Vorstellung vor-handenes zu Grunde? Haben wir alle dasVermögen und den Trieb, über unsre erstenatürliche Ansicht hinaus zu gehen, warumgehen denn so. wenige darüber hinaus, undwehren sich sogar mit einer Art von Erbitte-rung, wenn man sie dazu zu veranlassen sucht?Was hält sie doch in jener ersten natürlichenAnsicht befangen? Vernunftgründc sind cs nicht,denn cs giebr keine dieser Art; dasZntcrcssefür eine Realität ist's, die sie hcrvorbringenwollen; — der Gute, schlechthin um sie her-vorzubringen, der Gemeine und Sinnliche, umsie zu genießen. Von diesem Interesse kannkeiner scheiden, der da lebt; und eben so we-nig von dem Glauben, den dasselbe mit sichführt. Wir werden alle im Glauben geboh-ren; wer da blind ist, folgt blind dem gehei-men und unwiderstehlichen Zuge; wer da sieht,folgt sehend; und glaubt, weil er glauben wiss.