Druckschrift 
Die Bestimmung des Menschen
Entstehung
Seite
185
Einzelbild herunterladen
 

«n sich blinden Triebe Augen ein, durch denBegriff. Zeh soll, zufolge dieses Triebes, alsein schlechthin selbstständiges Wesen handeln; sofasse und übersetze ich jenen Trieb. Ich sollselbstständig scyn. Wer bin Zeh? Subjeetund Object in Einem, das allgegenwärtig Be-wußtseyende und Bewußte, Anschauende undAngcschautc, Denkende und Gedachte zugleich.Als beides soll ich durch mich selbst scyn, wasich bin, schlechthin durch mich selbst Begriffeentwerfen, schlechthin durch mich selbst einenaußer dem Begriffe liegenden Zustand Hervor-bringen. Aber wie ist das letztere möglich?Schlechthin von Nichts kann ich kein Scynanknüpfcn; aus Nichts wird nimmer Etwas;mein objectivcs Denken ist nothwendig vermit-telnd. Ein Seyn aber, das an ein anderesScyn an geknüpft wird, wird eben dadurchdurch dieses andere Seyn begründet, undist kein erstes ursprüngliches, und die Reiheauhcbcndce, sondern ein abgeleitetes Seyn.Anknüpfen muß ich; an ein Seyn kannich nicht anknüpsen.