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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
480
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Uebermuth der Völker. Er beschirmt auch den Geringsten, hebtden Niedrigen wieder vom Staube empor, und gibt Jedem seinRecht. Und fallen in dem verheerenden Weltsturm auch Mil-lionen blutende Opfer: er ist jedem Einzelnen von diesen Mil«lionen nahe; er umfaßt jeden Einzelnen mit seiner unendlichenVater'iebe; er weiß jeden Einzelnen für den flüchtigen Schmer;herrlich zu erquicken.

DierechteHand des H-öchsten kann Alles ändern.Dies ist mein freudiger Trost unter allen Drangsalen, die michgetroffen haben, oder noch drohend umringen. Ja, Vater,Dein heiliger Wille geschehe, nicht mein Wille! Nicht ich weiß,was der Welt Wohl sei; nur Du, Allweiser, kennst, was unszum Frieden dient; nur Du, vor dessen Blick die fernste Ver-gangenheit, wie die entfernteste Zukunft lichtvoll daliegt. Dukannst ändern, Du wirst ändern. Wir haben Dein Wort, DeineVerheißung. Du hörst unser Flehen, und wirst erhören, wenndie rechte Zeit ist. Die Thränen der Waisen und Wittwen flehennicht vergebens vor Deinem Throne; das Gebet der Völkersteigt nicht vergebens aus den Tempeln zu Deinem Himmel;der Seufzer der Sterbenden und Blutenden auf Schlachtfel-dern schwebt nicht unbemerkt zu Dir hinauf. Du bist AllerGott, Aller Vater!

Und wenn auch ich in diesem Ungeheuern Weltstreite,welcher so viele Glücksumstände unwiederbringlich verlorenmachte, mehr noch einbüßen sollte, als ich schon eingebüßthabe, und wenn ich ganz verarmen müßte, wie Tausende ver«armt sind: was büße ich Anderes ein, als was mir doch nichtgehört, und ich im Tode Andern geben muß? Wie könnte ich,was ich habe, rühmlicher verlieren, als in Uebung meinerheiligsten Lebenspflichten für des Vaterlandes Wohl, für meinerMitbürger Rechte? Und sollte ich unter dem Schwertstreichmeiner Vaterlandsfeinde bluten müssen: für welche edlere Sachekönnte ich rühmlichere Wunden und Schmerzen tragen? Undsollte auch mein Leben in diesem verworrenen Völkerkampfefrüher oder später zum Opfer gefordert werden: Gott, Duhast es mir verliehen, kann ich es würdiger in Deine Hand