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es gilt die Freiheit und Sicherheit des Vaterlandes, es gilt dieHeiligkeit unserer Rechte, es gilt die Festigkeit unsers Fürsten-thrones und geliebten Fürstenhauses!
Und soll das Glück des Friedens, der bleibende Wohlstandder Völker und ihr heiliges Recht, mit noch mehr Blut- undThränenströmen erkauft werden: cs sei! Jchmuß dasleiden,was Du heilsam findest. Dunkel find die Wege, unerforschlichDeine Verhängnisse; aber sie leiten uns zum glänzenden Ziel.Meine Pflicht ist es, nun das Elend der Tage mildern zu helfen,so weit meine Kräfte reichen. Warum beklage ich den Beraub-ten; habe ich nicht noch von dem Meinigen etwas mitzutheilen,daß er seine Blöße bedecke? Warum ergieße ich mich in diefruchtlosen Thräncn des Mitleids, wenn ich von den Hungern-den höre: kann ich ihnen nicht Beisteuern sammeln und zusenden?Wann und wo kann sich Menschenliebe reiner und größer zeigen,als im allgemeinen Unglück?
Es find die Tage der Noth, sie sollen uns läutern von allerSelbstsucht, von allem Eigennutze. Oer Friede hat uns er-schlaffet und entzweit; des Krieges Leiden soll uns stärken undwieder vereinigen, daß Jeder den Werth des Andern, auch desGeringsten unserer Brüder, lebendiger erkenne. Der Friedeverweichlichte unsere Sitten, brachte Ueppigkeit, Wollust, Ueber-muth, und ließ uns in den Schlamm sinnlichen Wohllebensversinken. Der Krieg mit eiserner Faust zieht uns aus dieserVersunkenheit empor, lehrt uns die Nichtigkeit unserer irdischenGüter einsehen, und bringt mit der alten Einfalt die altenTugenden der Vorwelt zurück, auf daß wir das Glück eineskünftigen Friedens würdiger genießen mögen, auf daß sich dieEnkel an dem Schicksal ihrer Vorfahren spiegeln mögen. Derheutige Tag und sein Verhängniß ist nicht für uns; er gehörtdenen, die lange nach uns leben!
Ich muß das leiden. Aber die rechte Hand desHöchsten kann Alles ändern! Gott ändert, wenn derMensch des bessern Looses werth geworden. Gott ändert, wenndas Ziel seiner Rathschlüsse erreicht ist. Er beugt den Stolz derKönige, er bricht die Macht der Gewaltigen,"er demüthigt den