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wandten, und dulden und hoffen. Und aus den Kerkern derFremde, und von den Schutthügeln der Zerstörung, und überdem verschmachtenden Säugling erhebt sich das inbrünstige Ge-schrei zum Himmel: Erbarmcr, sei uns gnädig! Sende unsFrieden, und laß uns das verlorne Heil wieder finden! Erhöredas Gebet der leidenden Welt! Du kannst helfen, nur Du kannsttrösten! —
Ach, wenn mich in diesen Betrachtungen des namenlosenElendes oft der Schmerz überwältigt, wenn ich unter diesemKummer oft meinen Glauben an Deine Alles umfassende Liebewanken fühle, wenn mein Geist nicht begreift, warum dies Leidenso vieler Unschuldigen sein muß, die Dich lieben, anbeten, undim Gräuel der Verwüstung untergehen: o so vergib, Vater imHimmel, Deinem schwachen Kinde! Auch dies Wanken ist janur die Wirkung des Mitleids um meine Miterschaffenen; auchdiese Liebe und Trostlosigkeit ist aus keinem ganz unreinen Herzengegangen. Du gabst mir dies Gefühl, dies Herz!
Ja, ich schreie zu Dir, wie Assaph, ich schreie mit meinerStimme zu Gott; zu Gott schreie ich, und er erhöret mich. Inder Zeit meiner Noth suche ich den Herrn; meine Hand ist desNachts ausgestreckt, und läßt nicht ab; denn meine Seele will sichnicht trösten lassen. — Ich denke der alten Zeit, der vorigenJahre! Wird denn der Herr ewig dich verstoßen, und keine Gnademehr erzeigen? Ist es denn ganz und gar aus mit seiner Güte,und hat die Verheißung ein Ende? Hat denn Gott vergessen,gnädig zu sein, und seine Barmherzigkeit verschlossen vor Zorn?Aber doch spreche ich: ich muß das leiden. Die rechte Hand desHöchsten kann Alles ändern. (Psalm 77, 1 — 11.)
Ich muß das leiden, was Du mir sandtest. Es istdoch meiner Seele Glück. Die Welt muß das leiden, was Duihr bestimmt hast, es ist doch zuletzt der Völker und ihrer KinderGlück. Wer will murren, daß er für Andere das Opfer werde?Ist dies zu sein nicht der Sterblichen höchster Beruf? HatChristus sich nicht für uns geopfert, die wir'Jahrtausende nachihm uns der Wohlthat seines Erlösertodes freuen? So sei unsdenn kein Kampf, keine Entbehrung, kein Opfer zu schwer —
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