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51.
Gebet um Frieden.
Psalm 27, 1 —ti.
Welch eine jammerreiche Zeit!
Die Felder nur gedüngt in blut'gen Leichen;
Durch Stadt' und Dörfer ziehen böse Seuchen,
Und im Palast wohnt Traurigkeit.
Des Winters todtcS SchneegewandBedeckt von tausend Helden die Gebeine;
Sie starben all' im heiligen VereineDen großen Tod fürs Vaterland.
Und tausend Andre stch'n dem Tod geweiht.
Sind noch der Opfer nicht genug gefallen?
Wie lange muß der Schlachten Donner schallen,
Eh' ihn der süße FricdenSruf zerstreut?
Erbarmer, Gott, erbarme unser Dich,
Blick' auf der Waisen und der Wittwcn Thriinen,
Erhöre, Gott, der Völöer heißes Sehnen:
Verleih' uns Frieden gnädiglich.'
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^>chaudernd blicke ich auf die vergangenen Tage zurück. Welchrin Jahr voller Jammer uns Wechsels von Hoffnungen undSchrecken! Viele tövtete der Kummer. Vielen legte die Angstden nur zu schnell reifenden Todeökeim in die Brust. MillionenWunden bluten. Millionen Augen sind roth geweint. Wird unsdenn der Herr ewiglich verstoßen, und keine Gnade mehr erzeigen ?
Die Völker weit umher, vom Aufgang zum Niedergang,von einem Meer zum andern, zittern voll banger Erwartungendessen, was kommen soll. Durch die Gcwittcrnacht des Kriegeszuckt nur ungewiß ein schwacher freundlicher Friedensftrahl.Sie zittern vor Furcht um die schwarzen Verhängnisse, welcheaus der unsicher» Ferne drohen. Ihren Armen fehlt die Kraftzur fröhlichen Arbeitsamkeit. Die Früchte ihres langen Fleißessind zertreten. Die Saaten, welche der Landmann seiner Erdeanvertraute, für wen sollen sie keimen? Vielleicht zerstampft dieMenge kriegerischer Rosse in wenigen Monden alle Hoffnungender Aernte. Niemand ist seines Gutes sicher, und was der Fleißam Morgen gewinnt, ist vielleicht am Abend schon der Raub