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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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betend verehren, wie in den Wettern des Himmels, wenn der-selbe tobende Blitze herabsendet auf die erschrockene Welt.

Oft habe ich, oft, mein Gott, im Stillen über das Elenddieser Zeiten gemurret, und im Stillen gefragt: Warum sovieler Jammer? Kann ihn Gott, der Gott der Liebe, seinenMenschenkindern senden? Oft, wenn ich einen Theil meinerseit Kindheit an gehabten Bequemlichkeiten und Genüsse fallenlassen und jetzt im spätem Alter wohl das gewohnte Weiche zu-weilen mit dem Harten vertauschen lernen mußte, sprach ich:es thut doch weh! Oft, wenn ich, was mir Weniges blieb,zuweilen noch weit unglückseligem Brüdern, oder das Scherf-lein zum Beistand Aller am Vaterlandsaltar hinreichte, unddann der bange Gedanke stch an mich drängte: wie wird es einstden Alleinigen ergehen? oft ward dann Alles düster ummich. Ich hörte nur meine Seufzer, fühlte nur die Gluthmeiner Thränen. Nun aber nun, Gott, Weltordner,Vater, Wunderbarer, Furchtbargroßer in Deinen Verhäng-nissen, nun murre ich nicht wieder. Ich.erkenne Dich auch imGewitter des Krieges! ich bete Deine Geisterliebe auch im Ge-tümmel des Schlachtfeldes an. Die nicht mehr leiden, sind beiDir; die heute noch seiden, verdienen das Leiden. Denn wernoch um den Verlust des Irdischen klagt, hat noch zu hohen,sträflichen Werth auf das Vergängliche gesetzt; ist noch zu ver-weichlicht, ist noch nicht reif zu jener Vollkommenheit, in der"wir uns für unsere Brüder und das Vaterland, Vaterland undFamilie für die Sache der Menschheit, für die Sache Gottesopfern sollen!

Ich fasse meine Seele mit Geduld. Dem Christen geziemtder Heloenmuth, mit welchem Christus für die Brüder dasLeben ließ. Ergeben, Gott, in Deinen Willen, kann mir nichtsSchreckliches begegnen, weil auch der Verlust alles dessen, wasich auf Erden habe, nicht schrecklich ist dem, der Dich hat.Amen.