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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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niffe spielen in» Laufe der flüchtigen Stunden und Jahre wunder-sam zusammen, daß unaufhörlich neue Erscheinungen hervorgehen,welche die Gestalt der menschlichen Verhältnisse ändern.

Reicher an Betrachtung und Selbftbelehrung wird für Denchristlichen Beobachter die Frage: Welch eWirkungenbringtdas Unglück der Zeiten schon gegenwärtig hervor?und wie sollte es eigentlich auf die Völker wirken?

An vielen Orten ward leider das Sittenverderbniß größer,als es gewesen war. Die wilde Zucht fremder Kriegsheere ver-giftete das Herz mancher Unschuld ; entzügelte manche Leiden-schaften und lhierischen Gelüste bis zur offenen Schamlosigkeit^brachte Zwietracht in weiland glückliche Haushaltungen; schändetemanchen sonst achtungswürdigen Namen. Die wachsende Ver-armung in allen Ständen beförderte hier den betrügerischen Wucher,dort gewaltthätige Anschläge auf fremdes Gut; begünstigte hierMüßiggang, Bettelei und verzweislungsvolle Verschwendung,dort Hartherzigkeit, Gei; und Habsucht. Die Unterdrückungvieler Gegenden erkaltete hier das Herz der Nationen gegen ihreObrigkeiten, löschte dort den letzten Funken der Vaterlandsliebeaus und der freiwilligen Hochachtung der Gesetze ; brachte hierverderbliche Entwürfe zu Empörungen hervor,'dort entzündetesie in vielen Gemüthern Nationalhaß.

Genug, die ersten Wirkungen der Trübsale waren ungemeinverschieden in den Völkern, so verschieden als der Zustand ihrerBildung, Einsicht und Religiosität. Man kann aus jenen Wir-kungen erkennen, um wie viel ein Volk edler, weiser, mensch-licher, oder roher, verwahrloscter, thierischer war, als dasandere. Denn anders empfängt der Weise sein schmerzlichesSchicksal, anders der Verwilderte. Der Einsichtvolle sucht vor-sichtig das eintretende Verderben zu mindern; der rohe Mensch,wie das wüthende Thier, stürzt sich mit gedankenloser Erbitterungtiefer hinein, nur um den gegenwärtigen Augenblick bekümmert»

Was ist der Zweck eines liebenden Vaters, wenn er sein Kinddie unangenehmen Folgen der Vergehungen empfinden läßt?Was ist der Zweck der Natur, daß sie die Übertretung ihrerGesetze mit schmerzlichen Folgen begleitet? Weiser zw

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