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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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verödete man weite Länder, daß sie Jahrhunderte lang un-bewohnbare Wüsten wurden. Sehet hin auf die GegendenPalästina's, auf die ehemals blühenden Gefilde Griechenlands!Wo Paulus, der Apostel, im herrlichen Athen predigte, undvon den Christen des reichen Korinth mit Liebe empfangen ward,liegen jetzt Schutthügel und einzelne Marmorblöcke auf un-angebauten Feldern! Damals wurden Bewaffnete und Un-bewaffnete gnadenlos ermordet, und ganze Völker aus ihrenStädten und Dorfschaften ohne Erbarmen Hinweggetrieben, ummit Kindern und Enkeln in hilfloser Sklaverei zu schmachten.

So ist es in unfern Tagen nicht mehr! Der menschliche Geistist schon edler geworden durch eine Reihe großer Schicksale, dieihn bildeten. Noch ward die Lehrerin des thierischen Sterblichen,und ließ ihn Kunst und Wissenschaft erfinden; in der Tiefe desUnglücks lernte er höhere Güter kennen, als Speisen und Ge-tränke, köstliche Kleider und Bedürfnisse der Prachtsucht sind.

So war es der Wille des Herrn der Gcisterwelt, des Vatersder Menschheit; und so ist es noch heute sein Wille. Die Ge-schichte der vergangenen Zeiten klärt uns manches Dunkel überdas Warum von den gegenwärtigen Trübsalen auf. Auch sie sollenuns zu höherer Weisheit führen. Gottes Wille ist Weisheit undGüte; darum geschehe sein Wille auf Erden wie im Himmel.

Freilich, mancher einzelne Hausvater, manche gute, beglückteFamilie ging zu Grunde das Herz vieler Edeln blutete, biscs nicht mehr schlug. Freilich jammerten verlassene Aeltern,verwaisete Kinder, unglückliche Bräute. Viele Bande der Liebewurden zerrissen, und der Bettelstab ist oft nicht so schwer, alsder Kummer eines Herzens, dem Alles geraubt wurde. Aber wasganzen Nationen, und selbst wider ihren blinden Willen, zumHeil gereichen mußte, das gedeiht endlich auch dem einzelnenMenschen zum höhern Segen. Denn Gott ist Vater; ohneseinen Willen fällt kein Sperling vom Dache ; alle Haare aufunscrm Haupte sind gezählt.

Und was wir im Sturm der Zeiten untergehcn sehen, ist dieSaat des Heils für die Nachwelt. So wie unsere Värer nichtfür sich all.'!>. lebten, sondern für uns : so leben auch wir nicht