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Mitbürger wie sonst zu unterstützen, und die Zahl der Hilfe,fordernden ist zu groß. Tausend und tausend bedrängte Haus,väter sorgen um den künftigen Tag; ein großer Theil ihrerLebensmühe war vergebens. Was sie redlich erworben hatten,ist thcils durch Krieg und Raub und Abgaben vernichtet,theils durch den Mangel hinreichenden Gewerbes vermindert.Sie haben kaum Hoffnung, daß sie während ihres übrigenLebens wieder die sorgenfreien, heitern Tage leben können,die sie ehemals genossen. Ja, sie sind nicht um sich allein inKummer — da sind noch ihre unversorgten Kinder, ihre un-mündigen Enkel, deren Schicksal auf lange Zeit hinaus ungewißgeworden ist! — Einem einzelnen Unglücklichen kann wohl durchdie Gunst eines Augenblicks geholfen werden; aber ein leidendesVolk muß an seinen Wunden oft ein Jahrhundert lang bluten,und cmflohener, mühsam durch den Fleiß vieler Zeitalter er,worben gewesener Wohlstand kehrt gewöhnlich erst nach mehrernZeitaltern wieder zurück.
Von solchem kläglichen Anblick richtet der gefühlvolle Christschaudernd sein Auge empor zum Himmel, und seine Seele fragt:O Vater der Liebe, Gott des Erbarmens, lag so allgemeinerund großer Jammer und Kummer in Deinen Rathschlüssen?Ach, was haben die Millionen Unschuldiger leiden müssen fürdie Vergehen oder Thorhcitcn einiger Wenigen! Wie muß dieNachwelt noch büßen, was die J-tztlebenden vielleicht verschuldethatten!
Aber ehrfurchtvoll embetend betrachtet der Christ die dunkelnLeitungen der Vorsehung. Wer ergründet das Ziel des welt-regierenden Verhängnisses?
Der Thor verzweifelt. Der Weise schweigt und verehrt dieordnende Allmacht des ewigen Vaters. So grauenvoll auch dieWege der Vorsehung sein mögen, auf welchen der einzelneMensch, wie ganze Nationen wandeln müssen — der Christweiß cs, und sein beseligender Glaube wankt nicht — allediese Wege führen endlich zum Bessern empor; nicht bloß zugrößer» Lcbcnsbequemlichkeiten, Reichthümern und Ergötzlich-keitkn — sie sind Nebendinge für die Menschheit —'sondern
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