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suchest auf Kinder unv Kindeskinder bis ins drille und vierteGlied!" (2. B. Mos. 34, 6. 7.)
Wer erkannte Gott näher, als der ihm immer nahe war!Und Moses war es. — Auch jeder von uns, der mit heiligemWandel, und mit aufmerksamer Beobachtung des Göttlichen inden heüigen Schriften, in der Natur, im Schicksale der Menschenund Böller Gott nahe sein null, kann es sein. Auch jeder vonuns wird Moses Geber mit Wahrheit und Urberzeugung beten,wenn er dre göttlichen Gerichte betrachtet, wie sie seit Jahr-tausenden über die Tugend und Sünde verhängt waren. WasGutes geschah, ging nicht-unter, sondern verbreitete seine segens-reichen Folgen über die spätesten Zeitalter. Darum beteteMoses: Du bewahrest Gnade in tausend Glied. — Was Un-rechtes verübt ward, hatte seine unvermeidlich Übeln Wirkungenauf die nächsten Geschlechter; das Unheil ward noch den Enkelnverderblich. Darum betete Moses: der Du die Mssethat derVäter heimsuchest auf Kinder und Kindeskinder bis ms dritteund vierte Glied.—
Gott liebt die Menschen, darum muß er ihrRichter sein. So straft auch ein irdischer Vater sein Kind,wenn er es liebt und dessen Vervollkommnung wünscht. Gortschuf uns, nicht um auf Erden Gold zu sammeln, in schönenKleidern zu glänzen, Ehrenstellen zu bekleiden oder Titel zutragen (dies alles sind nur Mittel, Dienste oder Erfindungender Eitelkeit): sondern unsere unsterblichen Geister zu erziehen,wie in einer Schule; sie zu veredeln für die Ewigkeit, welchersie geweiht sind und bleiben. Daher ist die wunderbare Welt-fügung, daß uns Alles vom Irdischen und Unvollkommenenzurückstoßcn und zur Erkenntniß dessen dringen muß, was wirsind, und was wir sein sollen — Wesen höherer Art,Wesen, die nur glücklich sein können, wenn sie in göttlichenGesetzen wandeln, in dem wandeln, was ehrbar, gerecht,wohlthätig, heilig ist.
Gott richtet den einzelnen Menschen — wer bezweifelt es?wer hat im reifern Alter an sich und Andern nicht schon zahl-