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Volkes den Fluch der Sünde auch über die Hütte des Unschul-digen. Da muß der Gerechte leiden mit dem Ungerechten, denner ist ein Glied des Volkes.
Auch ich bn ein Glied eines Volkes, Theil eines Ganzen:kann ich gleichgültig sein beim Anblick des Ungeheuern Leidensund der göttlichen Gerichte? — Nimmermehr! Jeder ist ver-psuchtet, das Bessere zu b wirken, und auch ich bin dazu ver-pflichtet. Jeder in seinem Hause, in seinen bürgerlichen Ver-hältnissen muß dazu den Anfang machen; — so auch ich. Wieein Volk aus einzelnen Familien zusammengesetzt ist, so bestehtdie Tugend und Gerechtigkeit und die aus denselben entspringendeGlückseligkeit des Ganzen nur aus der Tugend und Glückselig-keit Aller. — Und entbrennen alle Herzen vom heiligen Feuerdes Muthes und sich selbst aufopfernder Vaterlandsliebe; gibtJeder das Beispiel des Gehorsams gegen Vorgesetzte und Obrig-keiten, der Treue an den vorhandenen Gesetzen, der Eintrachtund Versühnung im Innern, des Fleißes und der Sittenstrengeim häuslichen Leben, des Zorns gegen Unrecht und Bestechlich-keit: dann sind Alle gerettet.
Noch sind wir nicht am Ende der großen Trübsale! Friedens-schlüsse der Könige ändern an Gottes Verhängnissen nich:s. NeueZwietracht, neue Umwälzungen, neuen Jammer wird dir Sündeder Völker gcbären. Noch sind wir nicht am Ende der großenTrübsale; denn noch sehe ich, statt weiser Mäßigung, den stolzenUebermuth; statt Liebe des Gemeinwohls, den Wahnsinn desEhrgeizes oder der Rachgier oder der Eifersucht; statt Labe desVaterlandes nur die bange Selbstsucht; statt unerschrockenenSinns für das, was wahr, gerecht und gut ist, die ehrloseSchlaffheit; statt unparteiischen Ernstes die feige Bestechlichkeit;statt begeisternder Einmüthigkeit den entkräftenden Zwiespalt. —Noch sind wir nicht am Ende der großen Trübsale; und wirwerden dahin nicht gelangen, so lange wir nicht den Math haben,die Quellen des Elendes in uns zu vernichten. Nur Gerechtig-keit erhöhet ein Volk; aber die Sünde ist der Leute Verderben.
Gott, schrecklich in Deinem Gerichte, doch unendlich weiseund wohlthätig in Deinen Verhängnissen! daß ich doch weise