O mein Gott, mein Gott, mein Vater, zu dem ich nun mitkindlicher Innigkeit bete, wie Jesus mich gelehrt har! höre dieStimme meines Entzückens, höre den Dank meiner bewegtenSeele — und^mehr noch, diese Gefühle von Seligkeit, die mich
durchglühen-es sind die reinen Qpferflammen vom Altäre
eines Herzens, das Deine Güte preisen möchte! — O, Duliebst uns — Vater, Du liebst mich! Denn Du sandtest auchmir Jesum, daß er mich in Dein Reich einführe, und meinenGeist vergöttliche; daß ich Dein Kind sei in allen Ewigkeiten, wieDu vor Ewigkeiten schon mein Vater warst; ehe ich Dich kannte.
Du liebst uns; Du liebst mich! Gott, was kann mirwiderfahren? — was mich noch unglücklich machen, wenn esnicht die Sünde ist? — Erdenjammer, wo sind deine Qualen?Tod, wo sind deine Schrecken? Wer mag mich m'ederbeugen,wenn Gott mich liebend hält?
Und du, Geburtsstunde meines Jesu, Geburtsstunde meinesHimmels, in welcher der Liebeszeuge Gottes erschien, sei-mirgegrüßt und heuig, st stttgr ich ruf Erden üthme, wo er fürmich geathmet hat. Erst durch Dich hat die Welt für mich ihrvolles Licht, mein Dasein Bedeutung, und Alles, was war, istund sein wird, einen göttlichen Sinn empfangen! — Ich binGottes! O, vernimm es, Welt mit deinen Seufzern, Thronenund Dornen: ichbinGottes! O vernimm es, Ewigkeit, diemeiner harrt mit Myriaden Seligen: ich bin es durch Jesum!
Ich steh' von Seligkeit durchdrungen;
Seraphische Begeisterungen
Durchströmen, füllen meine Brust. /
Ich will den Kelch des Himmels trinken,
Ich will in Freude gern versinken,
O Ozean, voll hcil'ger Lust!
Spielt, Gänger Gottes, ich will fühlen;
Ich will mich Ewigkeiten freu'n.
Wo ist mein Psalter? Ich will spielen,
Und auch ein Sänger Gottes sein.