und wieder zu Bcstandtheilen anderer Pflanzen, Thier- unk'Menschenkörper. Er ist des ewigen Lebens nicht fähig; er kannals etwas Verwesliches nicht Erbe des Unverweslichen sein. Eswird auferstehen vom Tode ein geistiger Leib; das heißt, wenndiese irdischen Gliedmaßen von unserm höhern Selbst sich trennen,wird das höhere Selbst in größerer Freiheit über das Tobte sicherheben, gleichsam verklärt, umfangen von einer geistigen Hülle.
Diese Lehre der heiligen Schrift, wie sie aus dem GeisteJesu und seiner Jünger geoffenbart hervorging, stimmt mitdem wunderbar überein, was wir schon gegenwärtig in derNatur des Menschen wahrnehmen. Es ist unverkennbar, dassder Geist wirklich schon jetzt außer dem irdischen Körper miteinem überirdischen Leibe angethan ist, welcher, wie die Blumeaus dem verwesenden Samenkorn, durch den Tod des Leibesenrbunden wird.
Man nennt zuweilen bildlich den Schlaf einen Brude. desTodes. Er ist es in der That. Es ist das Schlafen nichts An-deres, als ein Zurücktreten Ln sich selbst deS Geistes und derSeele; ein Verlassen der äußern, gröbern Körpertheile. Sogeschieht auch im Tode. — Im Schlafe bleibt in den von un-fern: höhern Selbst verlassenen äußern Körperteilen nur nochdas Pflanzenleben zurück. Der Mensch liegt unempfindlich da;aber sein Blut rollt noch durch die Adern, sein Athem gehenoch; Alles, was zu seinem pflanzenhaften Dasein gehört, istnoch in Thätigkeik, wie ein ähnliches Leben auch in empfin-dungslosen Blumen ist. Ein solches Zurücktreten des Geistigenscheint nothwendig von Zeit zu Zeit für das Irdische, weil diesesdurch anhaltenden Gebrauch gleichsam verzehrt und in seinerTauglichkeit für den Geist geschwächt wird. Ist das Pflanzen--lebey des menschlichen Leibes, ganz ungehindert von der Wirkstsamkeit des Geistes, sich selbst überlassen: so kann es ungestörternach seinen Gesetzen arbeiten, und sich stärken. Daher findenwir nach jedem gesunden Schlaf den Körper erquickter und dasGemüth freudiger darüber. — Im Tode aber weicht auch dasPflanzenleben von den dadurch allein nur zusammengebundengewesenen Stoffen, aus denen der Leib besteht, und sie zerfallen»