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selbst und ihre Bestimmung waren sich wie Geheimnisse. DasBegonnene war noch nicht vollendet, nur abgebrochen. DüstereZweifel bedeckten ihre Seele, wie die Nacht des Grabes denLeichnam des göttlichen Meisters.
Da erklang es: er ist auferstanden! — Und siehe, da wardcs Tag vor ihnen. Da löftten sich die Räthsei seiner Wortewundervoll; sie begriffen seine Weissagungen; sie begriffensi'ine Göttlichkeit. Voll heiliger Begeisterung folgten sie seinemRuft. Nun war ihnen Schmach und Rubin, nun Leben undTod gering gegen die Botschaft, die er ihnen gegeben. DieGottessaat, welche er ausgestreut hatte, keimte mächtig auf.Seine Auferstehung brachte ihr den Frühling. Der Todverschwand ; die Hölle war besiegt, die Menschheit mit Gottversöhnt, das Himmelreich der Geister begründet! Er hatteVollender!
Darum ward daö Fest der Auferstehung Jesu das erste undheiligste Fest der Christen. Es ward die Feier des Andenkensihrer eigenen Vollendur.- durch Jesum. Lasset uns Osternhalten! hieß es bei ibnen: Lasset uns unserer Vollendungeingedenk sein, deren wir durch sein Wort fähig sind; denletzten unserer Fehler ablegen, der uns entheiligt. Denn wieein wenig Sauerteig den ganzen Teig versauert, so entehrt undentweiht die geringste Sünde die ganze Würde des Menschen.Darum lasset uns Ostern halten, rief Paulus, nicht im altenSauerteige, auch nicht im Sauerteige der Bosheit und Schalk-heit, sondern in dem Süßtcige der Lauterkeit und Wahrheit!(1. Kor. 5, 8.)
Wie Jesus, will auch ich vollenden ; wie Er die Erlösungeiner Welt von den Fesseln des Jrrthums und der Sünde, soich meine Heiligung durch den Glauben an ihn und sein Wort.Ist sein Leben mein Leben, dann ist auch sein Sieg mein Sieg,seine Vollendung meine Vollendung — dann werde ich den Todnicht schmecken. Mein Geist schwingt sich tn'umphirend überGrab und Staub zum Himmel.
Ich will in Jesu vollenden ; denn es ist in keinem AndernHeil. In ihm vollenden, heißt werden wie er; wohldenken und