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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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357
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löschen. Zwar auch des Arztes Beistand, auch meine Hilfe, meinGebet waren in der Verflechtung der Begebenheiten mit ein-gerechnet, ehe denn sie geschahen; Gottes Vorsehung kannte auchsie, und ließ ihnen einen Theil ihrer Wirksamkeit, aber nur dennützlichen Theil. Und als das Leben meines Vollendeten zurAernte reif war. da wurden Menschenhilfe und Rath ohn-mächtig. Da galt Gottes Rath und Wille. Soll ich murren? Sollich mich weiser dünken, als die Vorsehung? gütiger als der Schö-pfer seiner Kreaturen ? Ich liebte meinen entschlummerten Gelieb-ten; aber Gott liebte ihn auch. Was Gott thm, das istwohlgethan.Er trennte eine theure Seele von nur. Meine Thränen fließen.

Gott trennte? Nein, Gott, Liebender, Du trennest die Seelennicht, die Du zusammen verbandest! Wer sagt, daß ich meinenVerstorbenen verlassen habe? Was Gott hat, kann dasverloren sein? Bin ich nicht auch Gottes, und meinvcrklärterLieblingauch? Bin ich nicht in meinesVaters Hause, und mein Vollendeter auch? Ich lebe,-der auch du lebst, o theure Seele; ich denke dein mit wchmüthigerSehnsucht: kannst du aufhören, meiner zu gedenken? Kann Liebesterben, da Gott selbst die Liebe ist? Heute freuest du dich ineiner bessern Welt deiner vollendeten Schöpfung; während meineThrane stießt, jauchzest du vielleicht entzückensvoll. Während ichdeinen irdischen Namen mit zitternder Lippe stammle, erwartestdu mit Wonne meine nahe Ankunft. O Verklärter, der Gottder Liebe gab dir vielleicht eine Seligkeit, die mir Sterblichennicht werden konnte. Du erkennst mich noch in meiner einsamenTrauer, liebst mich, umschwebst, begrüßest, leitest mich! Vielleichtbist du meiner Schutzengel einer, die des Herrn Winke vollstrecken.

Nein, wir sind noch nicht getrennt. Im göttlichen All istAlles Eins. Auch diese Erde steht im göttlichen Gebäude; auchdiese Stunde ist Eins mit der Ewigkeit. Ich genieße sie hieniedenund du sie zu gleicher Zeit in schönern Welten. Du bist noch da.Wir gehören einander noch, wiewohl du früher hinübergingst-zum Vater, zu dem auch ich gehe. Was ist es denn für ein Un-glück, eine Stunde früher oder später eingeladen zu werden indas Allerheiligfte? Noch bin ich bestimmt, auf Erden manches