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Deutungen aus der Ewigkeit.
Vierte Betrachtung.
W i e d e r f i n d e n.
Luk. 2Z, 4Z.
Gegeben Er! — Er hat'S genommen!
Er/ der mit Lust nie auälen kann.
Der Bösen Dulder! Er/ der Frommen
Beseliger-ich bete an.
Ist sein nicht AlleS/ was ich habe?
Wer hat auf Alles Recht / wie Er?
Wer sagt: verschling'! dem off'nen Grabe!
Gebier! der bangen Mutter — wer? '
Die Ehrfurcht schweigt/ die Liebe glaubt —
Gott liebt/ wenn er das Beste rauöt.
Wie kann er rauben? — Wiedernehmcn/
Was sein ist / kann er. Ist dies Raub?
Den Lauf der Thränen will ich hemmen:
Er ist Allherrscher/ ich bin Staub!
Auch mich ruft er aus meinen Schmerze»
Empor zu seiner Seligkeit/
Vereinet wiederum die Herzen /
Die hier die TodeSstund' entzweit.
Was Gott verband/ der Treue/ er/
Das scheidet er auch nimmermehr.
blutet immerhin abermals, ihr allzutiefen Wunden meinesHerzens, und erneuere dich um Len Tod meiner Geliebten wieder,alter, namenloser Schmerz, der mir ein heiliger Schmerz isNWorte kann ich den Lebenden geben, Liebkosungen und Freund-schaft ihnen; aber was kann ich meinem geliebten Todtengeben, dessen theure Asche im Grabe schläft? Meine Liebehat nur noch Thränen für ihn, die ich seinem Andenken werne;meine Liebkosung ist zum Seufzer geworden. Und stehe ich ein-sam, und begleitet mich sein freundliches Bild, dann falten sichmeine Hände mit neuerwachendem Jammer zusammen, undmeine nassen Augen starren schweigend gen Himmel, und vonmeiner Lippe zittert ein Seufzer : O Gott, o Gott! warummußte ich den treuen Liebling meiner Seele, dm Engel meiner