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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
342
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unserer geistigen Natur, es ist nochwendige Sache des Bewußt,seins. Es mag allerdings sein, daß bei vielen Menschen dasBewußtsein nie klar geworden. Es mag sein, daß Menschengelebt haben, die weder wußten, daß Gott sei, noch daß sie un-sterblich waren, ungeachtet es in ihrem Bewußtsein lag. Aber esgrbt auch Millionen Menschen, die nicht wisst", oaß sie gesundsind, und doch tragen sie das Gefühl der Gesundheit in sich undin allen Gliedern. Man ist darum nicht krank, daß man in ge-sunden Tagen am wenigsten an Gesundheit denkt. Gott undUnsterblichkeit fehlen darum nicht, weil manche Menschen sichihr Selbstbewußtsein noch nicht zur Sprache gebracht haben.Erst wer krank am Leibe ist, fühlt den Werth der Gesundheit,und Seelenkranke grübeln am meisten über die Möglichkeit undBeschaffenheit eines künftigen Zustandes. Statt aber mit demeinfachen und unzerstörbaren Bewußtsein zufrieden zu sein, dieserwahrhaften und unmittelbaren Gottesoffenbarung im Menschen-geiste, suchen sie zur Beurtheilung dessen, was nur der Geistüber alles Sinnliche erhaben sein möge, den Maßstab in sinn-lichen Dingen. Da wollen sie das Sinnliche umklaftern mitden kurzen Armen ihrer Einbildung, und die Natur der Grund-kräfte im Weltall messen nach den irdischen, wechselnden Er-scheinungen oder Wirkungen derselben.

Daher kommt es dann, daß sie Zweifel fassen gegen dks,was sie auf dem falschen Wege aus dem Auge verlieren. Weilsie das Weltmeer nicht mit einer hohlen Hand ausschöpfen undmessen können, wird ihnen das Weltmeer zum Räthsel. Daher^kommt es, daß Viele aus ihrem Gott eine Art künstlichen Zu-sammenwirkens todter Kräfte machen, ohne Bewußtsein, ohneWeisheit, Willen und Liebe, und mithin in die Annahme dermißgestalteten Nothwendigkeit verfallen, daß der Mcnschengeistedler als Gott selbst sei, da doch der Menschengeist im^Besitze.von Bewußtsein, Erkenntniß, Willen und Liebe ist. Daherkommt es, daß Viele aus ihrer Geistesfortdauer eine Art vonVernichtung machen, indem sie zwar das Ewigsein ihrer den-kenden Kraft nicht läugncn, aber entweder ohne Persönlichkeitoder ohne Verknüpfung des Gegenwärtigen mit dem Künftigen.