sso
36 .
Deutungen aus der Ewigkeit.
Zweite Betrachtung.
Das zukünftige Leben.
lchrG
dort P
Matth. 22/ 29 . 30 .
NUN/ Vater/ daß mein Herz sich freut/Du schufst mich nicht vergebens;
WaS schmeck' ich nicht für Seligkeit/Schon in dem Traum des Lebens!
Wie wenig ist'S/ was ich hier seh'/
Hier/ o mein Gott / von Dir versteh'!Doch macht schon das mich selig.
ES fliehe denn mein Leben hin/
Schnell wie ein Traum und schneller;
Ich weiß/ daß ich unsterblich bin!
Dort wird dies Auge Heller!
Dich seh' ich dort einst, wie Du bist!.
Und meine Freude, Vater, istDann ewig und vollkommen.
I^ralt, wie das Menschengeschlecht, ist das Bewußtsein einerunvergänglichen Seelenfortdauer. Daher begegnete man dieserUcberzeugung selbst unter den wildesten Nationen der entfern-testen Länder, wohin nie ein Strahl geoffenbarter Religion, niedie Lehre morgen- oder abendländischer Weisheit gedrungenwar. Sv hat von jeher auf der ganzen Erde nur eine Stimmegeherrscht, nur eine Hoffnung, nur eine Sehnsucht nachdem Ewigen. Und die Gottheit war cs, welche den Geistern,diesen sich selbst bewußten Kräften, die Offenbarung gab, alssie dieselben schuf. Aber die hohe Vollkommenheit Gottes gibtnicht Täuschungen. Und warum Täuschungen geben, da ste denunendlichsten Reichthum der Wirklichkeit umfängt?
So übereinstimmend inzwischen das gesammte Menschen-geschlecht in der Ueberzeugung ist und war, daß mit demthierischen und körperlichen Leben das Leben der hohem sich indiesem Körper bewußten Kraft nicht schließt: eben so mannigfaltigsind hingegen und waren die^Vorstellungen der Völker von der