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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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und verleitet zu allerlei trüglichen Einbildungen ; oft verbitterter «ns den Genuß unserer besten Freuden hiem'eden.

Das Alles soll der Gedanke an die Ewigkeit nicht. Aber wiesoll ich ihn denken? wie soll er auf mich wirken? wasmuß er für mich sein?

Der Gedanke an die Ewigkeit muß für jeden Christen gleich-sam wie ein vertrauter Freund sein, daß er weder lästig fällt,wenn er kommt und oft nahet, noch daß er erschreckt, wenn wirihn lange nich? hatten, und er unverhofft bei uns eirttritt.

Soll es dies für uns sein, so müssen wir uns auch schonganz vertraut mit ihm gemacht haben. Wir müssen ihn genaukennen. Wir müssen wissen, was wir von ihm zu hoffen oder zufürchten haben? Nur der vertraute Freund allein wird von unsjederzeit, so oft oder so selten er auch erscheine, mit freundlichemLächeln, das ihm Willkommen sagt, empfangen.

Der Christ soll den Gedanken an das künftige Leben zuseinem Vertrauten machen. Er muß ihn daher nie von sich ent-fernen, wenn er erscheint. Er findet ja in ihm nichts, als einenErinnerer an die ewige, unabänderliche Bestimmung, der wirmit jeder Stunde, mit jedem Schritt, um eine Stunde, um einenSchntr näher treten.

Zudem ist es durchaus unausweichlich, wir begegnen diesemGedanken fast täglich. Das frische Grab des Kirchhofs und diewelke Blume; die Nachricht von den Tobten einer Schlachtoder von der Krankheit eines Bekannten; unser Ganz zurErfrischung erschlaffter Kräfte, oder unser Abendgang zumSchlafe; das Haus, in welchem wir wohnen, und worin schonMancher vor uns starb, und die Erinnerung an Aeltcrn,Gatten, Kinder, Geschwister, Freunde, die vor uns Hinüber-ginzen Alles, Alles führt uns zu dem Gedanken an dasdunkle Jenseits.

Kann er nun für uns kein Fremdling sein, wohlan, sowerde er unser Vertrauter. Wir müssen unsere Vorstel-lungen über die Ewigkeit in uns selbst berichtigen ; wir müssenuns klar denken, was dieselbe für uns sein wird, und was wirfür sic sind.