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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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sens oder des innern Rchters unserer Handlungen, und die, Allgemeinheit des Glaubens an die Ewigkeit. Diesesind es auch, welche wir als Erzieherinnen des menschlichenGeschlechtes betrachten müssen, und als ihre Erhalterinnen.

Denn wahrlich, was würde die Welt sein ohne jene dreigroßen Gedanken? Was würde den Menschen, dieses in seinerWuth unbezähmbare, Alles verheerende Thier, bändigen undzähmen können, wenn diese drei großen Gedanken aus derWelt verschwunden wären? Denket euch die Sterblichen mitihren wilden, Alles zerreißenden Begierden sich selbst überlassen,ohne Glauben an Gott, ohne Empfindung des Rechts oderUnrechts, ohne Vorstellung einer Fortdauer nach dem Todewelches Leben, welches Eigenthum wäre dann noch sicher?welcher Eidschwur wäre verbindlich? welches Gesetz mächtig?welche Heeresmacht furchtbar? welche Unschuld heilig? welcheThräne rührend? Unterm- Himmel würde eine Hölle ihreSchrecken entfalten. Gewalt, Hinterlist und Tyrannei würdendie Alleinherrschaft üben. Der Meuchelmord würde den Herr-scher und Beherrschten ins Grab stoßen. Der Erdball würdebald öde und entvölkert da stehen, wie er war, ehe der Fußeines Sterblichen ihn betreten hatte.

Wenn nun der Gedanke an die Ewigkeit schon so mächtigund zaubervoll auf die wildesten der Menschen wirkt wasmuß er für den Christen sein, der, eingcweiht in Jesu Offen-barung , in Jesu Reich, auf Erden wenig, dort Alles zuerwarten hat? Was muß er für den Christen sein, der mitChristo sprechen darf: Mein Reich ist nicht von dieser Weit,meine Heimath ist nicht diese Erde, sondern das ganze Wohn-haus Gottes, das Weltall, ist mein Vaterhaus!

Und doch wer wird cs läugnen? erregt die Erinnerungan den Tod und an den Zustand der Seele im künftigen Lebenauch bei frommen Christen nicht allezeit diejenigen Empfindun-gen, welche si-e ihrer Natur nach erregen sollte. Oft beugter das Gemüth zu tief; oft erregt er allzugrvße Verachtungdes Erdenlebens; oft entartet er in ein fruchtloses Forschenund Nachdenken über den Zustand der Seele nach dem Tode,