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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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34 .

Der Gedanke an die Ewigkeit.

t. Tim. s, l2.

Ertnn'rung der Unsterblichkeit,

Umschwebe meine Seele,

Begeistre mich zur Heiligkeit,

Erscheine, wenn ich fehle!

O Gotte- göttlichstes Geschenk,

Dein bin ich immer eingedenk,

Warum sollt' ich verzagen?

O, wenn du einst vollendet bist,

Dann wirst du's ganz verstehen,

O Seele, wie Gott gnüdig ist;

Frohlockend wirst du's sehen.

Dann ist, was dich hier zittern macht,

Enthüllt von jedes Schattens Nacht,

Ganz Herrlichkeit und Wonne!

Äiellcicht von Allem, was die Religion Jesu Christi von heiligenGegenständen unserm Geiste zur Betrachtung darbictct, fesseltnichts so sehr die Aufmerksamkeit, als die Lehre und Hoffnungder Unsterblichkeit der Seele. Denn die Sehnsucht und Liebedes Lebens ist tief in jedes menschliche Herz gesenkt. Mag diesErdenleben auch noch so reich an Mühseligkeiten sein: der Sterbeliche will es nicht fallen lassen. Mag der frömmelnde Heuchlerdie schöne Gotteswelt immerhin ein Land des Jammers, einThal der Thränen nennen: er verweilt noch gern in diesemThräncnthal, welches er zu verachten scheint, und schaudert vordem Tod, welchen er oft rühmt, weil er ihn von den Leiden dieserWelt befreie. Die Hoffnung des Lebens lächelt den Sterbendennoch bis zum letzten Athemzuge an; begleitet noch den Missethäteroft zum Richtplatze, und versüßt dem Verbrecher die Bitterkeitdes Kerkerlebens.

Eben diese Sehnsucht zum Leben, welche allen Sterblichenein geheimes Grausen vor ihrer Todesstunde einstößt, erfüllt sieauch mit dem Glauben an die Fortdauer ihres Geistes nach derVernichtung des Leibes. In eben dieser Sehnsucht, womit dieWeisheit des Schöpfers uns, mit fast unzerreißbaren Banden,