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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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heit, an der man stirbt; und doch sind die gefährlichsten Krank«heilen immer die am wenigsten schmerzvollen, so schauderhaftihr Anblick auch zuweilen für alle Umstehenden ist. Denn wirerfahren ja immer von denen, welche wieder genesen, daß strin denjenigen Augenblicken, wo sie dem Tode am nächsten zusein schienen, am allerwenigsten empfunden oder gewußt haben,was mit ihnen vorging. Wir wissen, daß Personen, wenn sichin schmerzlichen Krankheiten die Zeit ihrer Auflösung näherte,allmählig ruhiger wurden. Wir wissen, daß Viele, die anschleichenden Krankheiten, oder vor Altersschwäche umnerkü'chabsterben, so sanft hinschciden, daß ihre Auflösung rin wahresEinschlummern zu sein scheint. Folglich kann das Sterbenfür sich selbst kein Schmerz sein sonst wäre es wohl immerein solcher; auch nicht schmerzhafter als die Krankheit, an derder Sterbende kitt, sonst würde nicht mit der Todesnähe jeneRuhe, jene milde Betäubung, die dem Schlummer ähnlich ist,eintreten. Wenn wir nun denjenigen, der von einer Krankheitwieder genesen ist, nicht nachher noch mit Jammer und Thränenwegen der Leiden seiner Krankheit untröstlich beklagen: warumwollen wir es bei dem thun, der durch die weiche Han) desTodes vom Schmerze befreit worden ist? War denn dieKrankheit und ihre Pein nicht immer dieselbe, es sei nun derLeisende von ihr genesen oder gestorben? Freilich denkt man:aber der Gesundgewordene findet nun in neuen Lebensfreudenwieder Ersatz für sein übcrstandenes Leiden! Wie? glaubstdu, der verklärte Geist des Verstorbenen finde nicht in seinenneuen höhern Verhältnissen weit größern Ersatz? Glaubst du,Gott sei nur gerecht gegen die, welche auf Erden leben, undungerecht gegen die übrigen Wesen seines Weltalls; ungerechtgegen die, welche er mit Vatcrlicbe zu sich rief, da ihre Zeitauf Erden vollbracht war? Wie Christus sterbend am Kreuzezu Gott rief:-Vater, in Deine Hände befehle ich meinen Geist!(Luk. 23, 46) so rufe auch ich am Sterbebette oder bei derTodesnachricht von Freunden und Geliebten: Vater, in DeineHände befehle ich ihren Geist! Du bist chr Gott, wie hier, auch