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33.
Betrachtung bei den Gräbern der Geliebten.
Ev. Luk. 23/ 46.
LebenSfunkc/ der Gottheit cntglüht.
Der vom Staube zu trennen sich müht/
Zitternd kühn, von Sehnsucht leidend/
Gern und doch mit Schmerzen scheidend/
Suchest du die Himmelsspur.
Ende/ Vater/ den Kampf der Natur,
Laß mich sanft ins wahre Leben,
Zn die Heimath überschwcben.
Horchmir lispeln Geister zu:
Schwestcrscclc/ komm zur Ruh!
O/ was weht mich sanft von hinnen.
Daß die Sinne mir zerrinnen?
Seele, sprich, ist das der Tod?
Mich umzittert Morgenroth,
Mich umsäuftln fremde Klänge,
Sind es himmlische Gesänge?
O ich schweb hinauf, hinab,
Neberall ist Licht und Gott;
Ha, wo ist dein Sieg, o Grab?
Was vermag dein Pfeil, o Tod?
^)ern weihe ich euch, o ihr früher Hinübergegangenen, ihrweine geliebten Verklärten, ihr Unvergeßlichen weines Herzens!— gern weihe ich euch meine Gedanken. Denn meine Sehn-sucht zu euch lebt, bÄ ist) selbst nicht mehr hier im Staube lebe.Ihr seid es, die ihr, wie mit CngelSyänden, das Jenseits andas Diesseits des Grabes für mich fester zusammenknüpfet, mirRosen auf mein einstiges Sterbelager streuet und das Bild desTodes von seinen Schauern entwaffnet. — An euch denken, aufsuch hoffen, ist eine Vermehrung meiner Glückseligkeit hienieden,ist einer der köstlichsten Theile meiner innern Religion.
Ich weiß es wohl, schon in frühern Zeiten, wenn die Heidensahen, wie die ersten Christen über den Gräbern ihrer verstor«benen Geliebten beteten: auch wohl in unsern Tagen, wenndas Christeuthum an Gott und Ewigkeit mahnt, nannte mandie Religion Jesu eine ernste, schwermüthige Religion, nichtdazu geeignet, Frohsinn, Lebensgenuß und Zufriedenheit mit
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