Druckschrift 
8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
290
Einzelbild herunterladen
 

290

Z2.

Eine Freude in der T o d e s st u u d e»

Offentz. Joh., iz.

Ich weiß/ ich weiß, an wen ich glaube/

Und nahe mich gebeugt im Staube

Zu Dir / mein Herr / mein Gott/ mein Heil!

Bin ich der Sünden all' entladen/

Wird mir die Hoffnung Deiner Gnaden /

So ist der Himmel ja mein Theil.

Und nah't sich dann mein letzter Schlummer/

. ^ Wohl mir/ dann darf ich ohne Kummer

Hinab auf die Geliebten seh'n;

^ . Und Keiner/ der mich sah und nannte/

Wird es bercu'n, daß er mich kannte,

Und.kalt an meinem Grabe steh n.

Ems welket um das Andere hin: die Pflanze des Feldes, dasThier, der Mensch. Man kommt, man sieht sich um, mcmscheidet wieder von hinnen. Ob in der Blüthe und Fülle desLebens, ob erst im später« Alter von hinnen gehen werweiß es? Und zuletzt ist es einerlei.- Welchen Unterschiedhaben denn ein paar Minuten, ein paar Tage, ein paar Jahremehr oder weniger? Was-vorüber ging, ist, a's wäre es nievorhanden gewesen. Oer Staub des Kindes, der Staub desGreises liegen neben einander im Grabe beide sind jetzt das-,selbe.». Ein anderes Menschengeschlecht wandelt über sie hin ^weiß nichts von ihnen, redet nicht von ihnen, lebt, um baldauch neben ihnen zu liegen.

Das wissen wir Alle. Wir fürchten jenen Augenblick. Dochsträuben wir uns vergebens. Ob auf dem Schlachtfelde, ob aufdem Krankenlager, ob in der Mitte unserer Verwandten, obunter Fremdlingen, ob im Genüsse eines frohen Tages, ob imKerker, gleichviel, er erscheint gewiß!

Sich darüber täuschen und nie auf den AugenblickHinsehen, ist eben so thöricht, als sich mit Sterbegedankmquälen, und damit die besten Lebensgenüsse verbittern. Aberdas ist weise, ivenn man sich für jenen, bittern und gefürchtete»

»chWzi

kEz>i!i

chinLk«lrp> CS

Atz«

7 <,