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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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seine Hände und Nägel, bald auch hölzerne und steinerne Hilfs-mittel, seine gebrechlichen Werkzeuge ; dann stieg er in die Tiefender Erde, holte aus den Eingeweiden derselben die mannig-faltigen Metalle, verdoppelte seine Kraft zur Beherrschung allerThiere; der Tiger war ihm nicht mehr zu gewaltig, der Fuchs nichtmehr zu schlau, der Adler nicht mehr zu hoch in den Lüften.Anfangs war er schüchtern auf seinen engen Wohnplatz be-schränkt; bald wanderte er zu andern Gegenden, lernte fremdeSprachen und theilte sich und seine Gedanken durch künstlicheTöne mit; dann schwebte er kühn über ungeheure Meerestiefen,von einem Welttheil zum andern, und durch bloße Schrift-lichen redete er mit Freunden in unermeßlichen Fernen, wohiner selbst nie kam. Anfangs zitterte er vor dem Donner, be,wunderte die himmlischen Gestirne; dann ging der Gedanke aneine Gottheit in ihm auf, er suchte sie; er betete den Donner,das Feuer, die glänzenden Sterne an; endlich erkannte er, daßauch diese nicht Gott, sondern nur Geschöpfe wären; er betetezum Unsichtbaren dann ward ihm das Licht Jesu, als dieMenschheit zu demselben fähig geworden.

Und also schritt der menschliche Geist, immerdar von derNothwendizkeit des Lebens getrieben, unaufhaltsam fort vonErfindung zu Erfindung, von Erkenntniß zu Erkenntniß. Washeute ein spielender Knabe weiß, wäre vor Jahrtausenden demeinsichtsvollsten Greise ein Gegenstand der Bewunderung ge-wesen. Was wird die Menschheit, fortschreitend in Erkenntnißgöttlicher Schöpfungen, nach sechstausend Jahren sein? Schonheute kennen wir die Unermeßlichkeit des Weltalls, Umfang undBahnen der uns nächsten himmlischen Weltkörper, die Flurenund Gebirge und Lichtklcider der Monden, der Sonne und ent-fernten Erden; die wunderbaren Kräfte der Luft, des Lichts undzahlloser Werke der Natur. Gott aber, die höchste Weis-heit, erkennt Alles; der Weiseste der Sterblichen nur kaum vomWeltozean einen Tropfen. Vergöttlichung ist das Ziel des Geistes.

Dahin treibt uns die ganze Welteinrichtung; Alles treibtuns zur Erweiterung unserer Herrschaft über das

Sinnliche und zur Geringschätzung desselben; AllesVH. "