Maßen wichtige Herrlichkeit, die unser harret, unser, die wirnicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare.Das ist der geheime Andrang in uns selbst; das Gebot des ver-herrlichten Auferstandenen, worin er uns die wahre Bestimmungdes Menschen enthüllt: Ihr sollt vollkommen sein,gleich wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.(Matth. 5, 48.)
Ein Gottähnlichwerdcn, eine Vergöttlichung desGeistes im unendlichen Fortschreiten ist meine Be-stimmung. Die Wahrheit derselben, mir durch Jesrm ent-schleiert, mir durch meine Vernunft schon bestätigt, wird durchmein Erdenüben selbst klar. Denn zu dieser Vergöttlichungtreibt mich selbst im Irdischen Alles hin. Alles treibet den Geistzur Erweiterung seiner Herrschaft über das Sinnliche, und zurVerachtung desselben; zur Erhebung des Geistes selbst über alleSpiele der Umstände und Schicksale. Das ist Vergöttlichung.Denn Gott ist in Erkenntm'ß und Weisheit, wie im allmäch-tigen beseligenden Wirken auf das Weltganze, wie in Er-habenheit über jedes Schicksal, einzig, unendlich groß. — DiesErdcnlcben ist für den Geist nur eine Erziehung zur großenBestimmung; die Erziehung wird hieniedcn nicht vollendet; infernem Lebensräumen dauert sie beständig fort unter wach-senden Seligkeiten.
Alles treibet den Geist zur Erweiterung seiner Erkenntnißund Weisheit. Darum schon ward der Mensch nackt und schirm-los geboren, damit er die Kräfte seines Geistes in Anstrengungenzu seiner Erhaltung entwickele. Das Thier tritt mit natürlichenWaffen, mit angeborner Bekleidung ins Leben, und findet Grasund Laub, Früchte, Aas und was es zur Nahrung bedarf; undmit dunkeln Naturtrieben zum Aüfsuchen derselben begabt, suchtes und findet. Viele Jahrtausende find seit Erschaffung undBevölkerung des Erdballs verstrichen. Die Thiere sind in Er-kenntniß und Weisheit nicht fortgeschritten; wohl aber, immer-dar getrieben von des Lebens Noth oder Lust, der Mensch. An-fangs wohnte er in Höhlen, bald in Laubhütten, dann in be-quemen, sichern, selbst erfundenen Wohnungen. Anfangs waren