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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
Entstehung
Seite
246
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Leis sein. Wir sollen Achtung und Einfluß nicht verschmähen;aber keine Achtung, keinen Einfluß suchen, als durch unserVerdienst und unsere-Tugend. Denn nur insofern das öffent-liche Ansehen des Menschen zugleich vom öffentlichen Zutrauenbegleitet und aus ihm entsprungen ist, kann es ein Mittel wer-den, unzähliges Gutes zu stiften. Aber nach Ansehen dürsten,um Ansehen zu haben ; herrschen wollen, um der Herrsä er zusein, heißt die Lausbahn schon für das Ziel halten, das Mittelzum Zweck, das Werkzeug zum Werk selbst machen. In denVerhältnissen des gemeinen Lebens hoch oder niedrig sichen,Rang und Titel haben, oder keinen, das ist dem unsterblichenGeiste gleich, der da weiß, wie die wahre Würde nicht außerihm, sondern in ihm wohnt; wie nicht das, was Menschen-hände geben, sondern der Werth, welchen der Geist sich selbstgibt, unvertilgbar ist. Wir können, wir sollen die Annehm-lichkeiten und Freuden des Lebens nicht fliehen. Sie sind eineErquickung unsere ganzens Wesens. Aber wir sollen uns nichtmit solcher Begierde an sie hängen, daß, wenn sie untergeben,wir mit ihnen untergehen müssen. Wir sollen unsere Geliebten,unsere Freunde und Freundinnen, unsere Aeltern, unsere Kindermit jener Zärtlichkeit lieben, die das Bedürfniß zarter Seelenist. Allein wir sollen auch nie vergessen, daß es nicht ihr Leibist, den wir lieben er wird veralten, absterben sondernihr Geist. Wir sollen uns stets vergegenwärtigen, daß eine Stundeschlagen wird und schlagen muß, da das über Alles gebietendeSchicksal uns von Niemanden scheidet, nicht den Geist vom Geiste,sondern nur den Leib vom Leibe. Wer sein höchstes Glück indem Athemzuge eines Sterblichen gründet, hat es wohl am ge-fährlichsten gegründet. Wer nicht das Weltall als sein göttlichesVaterhaus, den Geist nicht als den Gegenstand seiner L ebe,Unsterblichkeit nicht als die Bürgschaft seines Glückes ansehenkann, der soll nicht mit Zärtlichkeit lieben, wenn er nicht seinElend liebt, und der Raub schwerer Verhängnisse werden will.Denn was er liebt, muß Staub und Asche werden.

Empor über Staub und Asche, ihr Erwählten Gottes, ihrNachfolger Christi! Genießet die Gaben der Welt als ein süßes,