und unantastbar von demselben. Er bewies, daß die Verhängnissezwar unsere irdischen Verhältnisse angreifen könnten, aber daßsie nicht vermögend sind, unsere innere Ruhe, die Seligkeitunsers Geistes, zu zerstören.
Das Verhängniß oder Schicksal ist also bloßdas göttliche Gesetz, dem die Körperwelt unter-worfen ist. Gesundheit oder Krankheit des Leibes, Lebenoder Tod desselben, Verbesserung oder Verschlechterung unsererGlücksumstände, Zunahme oder Abnahme unsers Ansehens^unsers Einflusses, unserer Gewaltmittel, Aufblühen oder Unter-gang der Nationen, Sieg oder Verlust auf Schlachtfeldern —alles dies, und alles, was irdisch ist, unterliegt dem Gesetze desIrdischen, dem Verhängnisse.
Geister aber sind einem ganz andern Gesetzunterworfen. Sie theilen die Schicksale des Irdischen nicht.Ihr Wesen ist Freiheit, ihr Gesetz die Tugend, ihr Ziel dieGottähnlichkcit. Das Schicksal des Irdischen berührt sie nrn>insofern sie mit dem Irdischen verknüpft sind. Je weniger siesich selbst gehören, je mehr sie sich erdwärts neigen, such mitdem Irdischen vermischen, das Irdische lieben, je mehr sindsie auch dem Verhängnisse unterthan. Wer sich unter fremdeHerrschaft begibt, muß deren Gesetz dulden. Wer auf eigeneHoheit und Freiheit'Verzicht leistet, muß die Behandlung desKnechtes annehmen. Darum ist nur der, welcher sein Heil vomAußendingcn erwartet, unglücklich, darum ist nur der Nachfolger"Jesu, der wahrhafte Weise, glücklich. Denen, die Gott lieber^müssen alle Dinge, selbst die scheinbar schrecklichsten Schicksale^zum Besten dienen. (Röm. 8, L8.)
Geister sind einem ganz andern Gesetze unterworfen, alsdas Irdische ; darum wird ihnen weh, wenn sie sich unter fremdeHerrschaft begeben. Sie sind abgefallen von ihrer Würde, vonihrem Beruf; sie möchten nicht erhabene Geister, sondern er-habene Thiere sein. Aber Gott liebt sie noch. Das Schick-sal wird ihre Zuchtrulhe und treibt sie zurück zurSelbsterkenntniß, zur Ergreifung des Bessern.Und durch den Mund furchtbarer Verhängnisse spricht Gottes