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8 (1837) Das Reich Jesu auf Erden
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i 27.

Das ewige Verhängnis.

Zweite Betrachtung.

Jesaias ss, 8. s.

ES wirft das Schicksal still und großAus ew'gcm Dunkel unser Loos;

All' Irdisches umspannt sein Netz;

Das Schicksal ist der Well Gesetz.

Doch Einer lebt, der höher thront,

' Zu dessen Fuß das Schicksal wohnt;

Der Geist und Staub zusammenhält,

Er gab auch das Gesetz der Welt.

Das Schicksal ist nur Gottes Knecht;

Gotk herrscht allein mir Huld und Recht.

Und sein Verhängniß ist das SpielDeS Irdischen ums große Ziel.

, Und Jesus führt de» Christenchor

' Vom Staub hinauf zu Gott empor;

WersichinGottcrhebenkann, ^

Dem wird das Schicksal unterthan.

^m hohen Alterthum bemerkten die einzelnen Weisen, welchedamals lebten und lehrten, so wie ganze Völker, im Lauf derDinge die Gewalt der Verhängnisse. Vor dieser Gewalt erzittertemalle Herzen. Die Weltweisheit der Heiden suchte sich das furcht-bare Rärhsel zu lösen. Man nannte diese ewige, unerbittlicheGewalt, der Alles unterworfen sei, der nichts widerstrebenkönne, das blinde Schicksal. Von ihm empfing der Wurm,wie der erhabenste Mensch und d ie Nation, ihr Loos. Ja, selbstalle Gottheiten, mit welchen die Einbildungskraft der SterblichenErde und Himmel bevölkert hatte, waren, so glaubte man,diesem ewigen Wcltgesetz unterworfen. Auch der mächtigste derGötter konnte sich nicht darüber emporschwingen.

Dieser Glaube au das weltgebictcnde Schicksal mußte unterdenjenigen Menschen nothwendig sein, welche noch keinen strengenUnterschied zwischen Geister- und Körperwelt machten, sondernin ihrem Sinn so eng und innig mit dem Irdischen waren, daßAltes, was ihrcn Leib betraf, auch zugleich Loos ihres Geisteswurde. Ihre höchsten Güter wohnten im Irdischen Schönheit,